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Doodle

15.04.2013

Google feiert 306. Geburtstag von Leonhard Euler

Den 306. Geburtstag von Leonhard Euler am heutigen Montag würdigt die Suchmaschine Google mit einem eigenen Doodle. 
Bild: Screenshot

Leonhard Euler wäre heute 306. Jahre alt geworden. Google ehrt einen der produktivsten Mathematiker, die je gelebt haben, mit einem Doodle.

Euler wurde am 15. April 1707 in Basel geboren. Als Leonhard Euler am 18. September 1783 in St. Petersburg starb, hinterließ er eine Liste von mehr als 850 Publikationen zu unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Themen, besonders aber zur Mathematik. Sein Name spielt auch eine Rolle bei einer Betrachtung kosmischer Einschlagereignisse.

Er studierte zunächst Theologie und Hebräisch an der dortigen Universität, ehe er zur Mathematik wechselte, die er bei Johann Bernoulli hörte. Dieser war einer der damals führenden Mathematiker, der den Begriff Integral in die Mathematik einführte (Flächenberechnung) und als Erster die kürzeste Entfernung auf einer krummen Fläche berechnete - bis heute wichtig bei der Kursplanung im Flugverkehr.

Friedrich der Große holte ihn 1741 nach Berlin

Eulers Karriere war aber auch verknüpft mit dem Bruder Johann Bernoullis, Daniel, der an der Universität St. Petersburg lehrte und Euler an diese Hochschule holte. Von Friedrich dem Großen wurde Euler 1741 nach Berlin geholt, wo er bis 1766 blieb. Von dort kehrte er nach St. Petersburg zurück.

Euler wurde in eine Zeit hineingeboren, die man heute die der Aufklärung nennt. Diese Epoche der Europäischen Geschichte brachte eine Reihe von namhaften Persönlichkeiten hervor, die als Zeitgenossen Eulers Herausragendes in Wissenschaft und Kunst leisteten: Isaak Newton (Physiker und Astronom), Johann Sebastian Bach (Komponist), Immanuel Kant (Philosoph) oder James Cook (Entdeckungsreisender).

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Sein Lebenswerk galt der Mathematik

Im Vergleich zu seinem gesamten Schaffen überwiegt bei Euler der Teil, der sich mit Mathematik beschäftigt. So führte er die Infinitesimalrechnung (Funktionen, Kurvendiskussionen u. a.) in die Mathematik ein, deren Anwendung auch in der Physik unerlässlich ist.

In Verbindung damit stehen mathematische Abkürzungen, die seit Euler gebräuchlich sind: Das Funktionskürzel f(x), die geometrischen Funktionsbezeichnungen sinus, cosinus, tangens und cotangens, die Schreibweise von Logarithmen, die Kreiszahl pi (p), um nur einige seiner Hinterlassenschaften zu nennen, mit denen sich heute jeder Gymnasiast herumschlagen muss.

Leonhard Euler über die Bewegung des Mondes

Verhältnismäßig gering an seinem Gesamtwerk ist dagegen der Anteil über Astronomie oder Planetologie, wie man heute einschränkend sagen würde. Zwei Anmerkungen dazu: 1753 und 1772 veröffentlichte Euler zwei Arbeiten, in denen er die Bewegung des Mondes um die Erde und dessen Eigenbewegung untersuchte. Ein heute bekanntes Phänomen, die Rotation der Erdachse, sagte er im Jahr 1765 voraus, was erst über 100 Jahre später mathematisch bewiesen wurde.

Die Verdienste Eulers für die moderne Mathematik und Physik wurden - planetologisch betrachtet - in zweifacher Hinsicht hervorgehoben und gewürdigt. Zunächst wurde nach ihm ein Krater auf dem Mond benannt, der einen Durchmesser von 28 Kilometer besitzt und sich in der Südhälfte des Mare Imbrium befindet.

Dieses ist im Nördlinger Rieskrater-Museum auf dem Mondfoto im Wolfgang-Märker-Raum angegeben. Der Krater Euler dagegen ist als dreidimensionales Modell in Raum B (Planetologie) aufgebaut, zusammen mit einer erläuternden Abbildung.

306. Geburtstag von Leonhard Euler

Neben dieser Kraterbenennung wurde im Jahr 2002 auch ein Asteroid im Hauptgürtel der Asteroiden zwischen der Mars- und Jupiterbahn nach dem Wissenschaftler benannt. Sein Abstand von der Sonne schwankt zwischen 340 und 390 Millionen Kilometer. Seine Umlaufbahn hat eine elliptische Form, wie es das erste Kepler sche Gesetz vorschreibt.

Den 306. Geburtstag von Leonhard Euler am heutigen Montag würdigt die Suchmaschine Google mit einem eigenen Doodle.

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