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Grippe-News-Blog

12:21 Uhr

Grippewelle 2018: Aktuelle Grippesaison war die schwerste seit Jahren

Die Grippewelle 2018 in Deutschland neigt sich dem Ende zu.
Bild:  Maurizio Gambarini (dpa)

Zwar ebbt die Grippewelle 2017/2018 weiter ab, doch die Zahlen sind erschreckend: Es war die schwerste Saison seit Jahren. Alle News zur Influenza hier im Blog.

  • Die Grippewelle 2017/2018 geht seit Ende Februar zurück.
  • Mehr als 313.000 Menschen sind während dieser Saison in Deutschland an Grippe erkrankt.
  • 1095 Patienten sind an Influenza gestorben.
  • Die jüngste Grippewelle fiel deutlich stärker aus als die der vorigen Saison 2016/2017.

Grippewelle 2018: Alle Influenza-News

19. April: Ende der Grippewelle 2017/2018 wohl in Sicht

Die aktuelle Grippesaison ist nach Angaben des Landesgesundheitsamtes die schwerste seit Jahren gewesen. Bis vergangenen Freitag wurden 34.665 Influenza- und 208 daraus resultierende Todesfälle im Südwesten gemeldet. Zum Vergleich: In der gesamten Saison zuvor waren es 15.295 gemeldete Erkrankungen und 107 Todesfälle. Ähnlich hoch waren die Fallzahlen zuletzt im Jahr 2009, so eine Sprecherin des Regierungspräsidiums Stuttgart.

Spitzenreiter mit den meisten gemeldeten Influenzafällen war demnach der Landkreis Ludwigsburg mit 2229 Meldungen. Pforzheim hatte mit 53 gemeldeten Fällen in dieser Saison die wenigsten Erkrankungen zu verzeichnen. Angesichts zurückgehender Grippemeldungen neige sich die Grippewelle zwar dem Ende zu, sagte die Sprecherin. Mit weiteren Erkrankungen müsse aber gerechnet werden.

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Ein möglicher Grund für die vielen Fälle: Der meist verwendete Dreifach-Impfstoff hat Experten zufolge in dieser Saison teils nur bedingt geholfen, da er weniger Virenstämme abdeckt. Millionen gesetzlich Versicherte in Deutschland bekommen in der nächsten Grippe-Saison aber einen besseren Impfschutz von der Kasse bezahlt. 

Der Gemeinsame Bundesausschuss aus Spitzenvertretern von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken hat Anfang des Monats beschlossen, dass in der im Herbst startenden nächsten Impfsaison 2018/19 verbindlich ein neuer Vierfach-Wirkstoff zu verwenden ist.

13. April: Grippewelle 2017/2018 ebbt weiter ab

Die Grippewelle ebbt in Bayern weiter ab. In der vierzehnten Kalenderwoche ist die Zahl der Neuerkrankungen zum vierten Mal in Folge zurückgegangen, wie das Gesundheitsministerium am Freitag mit Verweis auf Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitteilte. Die Zahl sank im Vergleich zur Vorwoche von 1749 auf 830. Vier Wochen zuvor waren noch 5924 Influenza-Fälle gemeldet worden.

Seit Beginn der Grippe-Saison Anfang Oktober 2017 stieg die Zahl der gemeldeten Fälle auf 42.099, in der Vorsaison waren es 18.280. 99 Todesfälle wurden bis zum 9. April registriert.

11. April: Es gibt deutlich weniger neue Grippefälle

Die Arbeitsgemeinschaft Influenza vom Robert-Koch-Institut hat ihre Zahlen zu der 13. Kalenderwoche veröffentlicht. Dem Bericht nach sei die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen bundesweit deutlich gesunken. In der 13. Meldewoche wurden nach Infektionsschutzgesetz dem RKI bislang 11.228 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle übermittelt. In der zwölften Meldewoche waren es noch über 25.000. Somit sind seit Saisonstart fast 314.000 Fälle bekannt geworden.

Die Arbeitsgemeinschaft betont, dass die Influenza-Aktivität in der 13. Kalenderwoche immer noch erhöht war. Die Influenza B-Viren bleiben weiterhin die am häufigsten identifizierten Grippe-Viren.

7. April: Die Zahl der Grippe-Erkrankungen geht weiterhin zurück

Die Grippewelle nimmt in Bayern ab: Die gemeldeten Neuerkrankungen sind in der dritten Woche in Folge zurückgegangen, wie das Gesundheitsministerium am Freitag mit Verweis auf Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitteilte. Mit 1630 Fällen in der dreizehnten Kalenderwoche habe sich die Zahl im Vergleich zur Vorwoche beinahe halbiert, drei Wochen zuvor seien sogar noch 6644 Erkrankungen gemeldet worden. 

Seit Beginn der Grippe-Saison Anfang Oktober 2017 stieg die Zahl der gemeldeten Fälle auf 40.932, in der Vorsaison waren es 18.186 Fälle. 96 Todesfälle aufgrund von Grippe wurden bis zum 2. April registriert.

5. April: Zahl der Grippe-Toten in Deutschland steigt auf 1095, die Grippewelle ebbt aber ab

Die Zahl der Menschen, die in der laufenden Grippesaison an der Influenza gestoben sind, ist auf 1095 gestiegen. Das teilte das Robert Koch-Institut mit. Wie das RKI in seinem aktuellen Wochenbericht mitteilte, sind in der jüngsten Meldewoche 11.228 neue Fälle von Influenza-Erkrankungen gemeldet worden. Das sind deutlich weniger als in den Vorwochen.

Damit bestätigt sich, dass die Grippewelle 2018 inzwischen deutlich abebbt. Ihren Höhepunkt hatte die Grippewelle in der letzten Februarwoche gehabt, seitdem sinkt die Zahl der Neuerkrankungen immer weiter.

Insgesamt sind in der laufenden Grippe-Saison 313.933 Menschen offiziell an der Grippe erkrankt. Die Dunkelziffer liegt allerdings deutlich höher, weil längst nicht jeder Fall registriert und von einem Labor bestätigt wird.

Schon jetzt wird aber deutlich, dass die Influenza dieses Jahr in Deutschland deutlich stärker gewütet hat als im Vorjahr. In der Grippesaison 2016/2017 waren nach offiziellen Angaben "nur" 112.000 Kranke und 662 Tote registriert worden. Problem war dieses Mal, dass die normale Grippeschutzimpfung  gegen einen bestimmten Virus-Typ (Influenza-B") nicht schützte - der dann aber besonders verbreitet war. So bestätigte auch das RKI ein, dass die allermeisten Toten, nämlich 813, mit dem Influenza-Virus vom Typ B infiziert waren. 

Vierfach-Impfstoff wird in der kommenden Saison Kassen-Standard

Die Grippeschutzimpfung für die kommende Wintersaison wird in Deutschland mit einem Vierfachimpfstoff erfolgen, meldet AFP. Das entschied der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen heute in Berlin. Die Entscheidung ist für alle gesetzlichen Krankenkassen bindend. Bislang gab es für diese keine verbindliche Regelung, ob sie einen Dreifach- oder einen Vierfachwirkstoff gegen die saisonale Grippe bezahlen.

Mit der Präzisierung der Impfrichtlinie folgt der Gemeinsame Ausschuss einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts vom Januar dieses Jahres. Sie hatte die Wirksamkeit von Drei- und Vierfachimpfungen analysiert und war zu dem Schluss gekommen, dass letztere je nach Modell die Zahl der Arzt-Konsultationen um bis zu 388.000 senken könnten.

Die Weichenstellungen für die Grippeschutzimpfungen erfolgen stets mit großem Vorlauf zur kommenden Saison. Das liegt daran, dass die Hersteller Zeit für die Produktion der Dosen brauchen. Deren Antigen-Zusammensetzung wird jedes Jahr von der Weltgesundheitsorganisation international neu festgelegt.

31. März: Die Zahl der Grippe-Neuerkrankungen geht zurück

Nach dem Höhepunkt der Grippewelle 2018 Ende Februar sinkt die Zahl der Neuerkrankungen nun von Woche zu Woche. Das berichtet auch das bayerische Landesamt für Gesundheit (LGL). Dem aktuellen Wochenbericht zufolge erkrankten in der zwölften Meldewoche 2863 Menschen im Freistaat nachweislich neu an der Influenza. In der Woche zuvor waren es noch 5655 gemeldete Neuerkrankungen, davor sogar 6458.

Wie das Robert Koch-Institut berichtet, sind im Laufe der aktuellen Grippewelle mehr als 300.000 Menschen in Deutschland an der Influenza erkrankt. Fast 1000 Menschen starben, die meisten von ihnen waren über 60 Jahre alt.  

Die Grippeschutzimpfung hatte in der laufenden Grippewelle nur bedingt geholfen, weil sie einen diesmal weit verbreiteten Virustyp nicht berücksichtigte.
Bild: Sebastian Gollnow (dpa)

29. März: Die Grippewelle 2018 hat fast 1000 Tote gefordert

Die Grippewelle in Deutschland hat ihren Höhepunkt überschritten. In der zwölften Kalenderwoche (19. bis 25. März) registrierte das Robert Koch-Institut 25.216 bestätigte Influenzafälle. Das waren nur noch rund halb so viele wie zwei Wochen zuvor (54 151), teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza mit. Am stärksten betroffen ist noch der Osten Deutschlands, in allen anderen Regionen gingen die Ansteckungszahlen inzwischen zurück.  

In dieser Grippesaison erkrankten insgesamt nachweislich rund 300 000 Menschen. Die Krankheitsfälle liegen in der Realität jedoch deutlich höher. Denn nicht jeder Grippekranke geht zum Arzt und nur ausgewählte Praxen schicken Erregerproben ins Labor.  

Bisher sind in dieser Saison nachweislich 971 Patienten durch Influenza-Viren gestorben, die große Mehrheit (87 Prozent) war über 60 Jahre alt. Oft gab es Vorerkrankungen. Auch die Todesfallzahlen können in Wirklichkeit aber deutlich höher liegen, da sich Grippeerreger nicht bei allen Gestorbenen feststellen lassen. Bei einer bakteriellen Lungenentzündung als Todesursache sind sie zum Beispiel oft nicht mehr nachzuweisen. 

Deutschland zählt bei der Grippe neben Dänemark und Finnland in dieser Saison zu den am stärksten betroffenen europäischen Ländern. Nur in Luxemburg waren die Werte noch höher. Dominant waren in dieser Saison mit 70 Prozent Influenza B-Viren.  

Das RKI zählte bisher 138 Grippe-Ausbrüche in Krankenhäusern, 122 in Kindergärten, 58 in Schulen, 49 in Alten- und Pflegeheimen und 35 in Reha-Einrichtungen. Viele Patienten waren nicht gegen Influenza geimpft.

27. März: Die Folgen der Grippewelle 2018 sind noch immer spürbar

Auch wenn die Grippewelle ihren Höhepunkt in Deutschland wohl schon überschritten hat, sind ihre Folgen noch überall deutlich spürbar.

  • Wie etwa die Ruhrnachrichten berichteten, hat sich im Raum Dortmund die Zahl der Grippe-Fälle im Vergleich zum Vorjahr glatt verfünffacht.

  • In Chemnitz fielen bei den Verkehrsbetriebe etliche Beschäftigte wegen Grippe aus. Da es nicht genügend Bus- und Straßenbahnfahrer gibt, mussten auf mehreren Linien einzelne Fahrten gestrichen werden.

  • Und im Südharz konnte im Klinikum Nordhausen erst jetzt wieder der Normalbetrieb aufgenommen werden, nachdem auch da wegen der Grippewelle Ausnahmesituation herrschte. „Ich kann mich in meinen 16 Dienstjahren in diesem Haus an solch eine Situation nicht erinnern", sagte Geschäftsführer Guido Hage der Thüringer Allgemeinen.

Insgesamt sind in der laufenden Grippe-Saison bisher 270.730 Fälle von Influenza in Deutschland registriert worden. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen, da längst nicht jeder Grippe-Fall registriert und gemeldet wird.

26. März: Weltweit werden 500 Millionen Eier im Jahr für Grippe-Impfstoff gebraucht

Hühnereier sind für die Herstellung von Grippe-Impfstoff unerlässlich. Forscher experimentieren zwar seit einiger Zeit mit Zellkulturen - noch aber reichen die Kapazitäten dieser Alternativverfahren nicht aus. Im Jahr würden zwischen 450 und 500 Millionen Hühnereier für die Impfstoffproduktion benötigt, sagt Martin Friede, Leiter der Abteilung Impfforschung bei der Weltgesundheitsorganisation WHO, der Deutschen Presse-Agentur. 

"Mehr als 90 Prozent des Grippe-Impfstoffs weltweit wird mit Hilfe von Eiern produziert. Aus einem Ei lässt sich meist eine Impfdosis, manchmal etwas mehr, herstellen." Auch Gelbfieber-Impfstoff werde mit Hilfe von Eiern gewonnen, dabei liessen sich aber aus einem Ei deutlich mehr Dosen gewinnen als beim Grippe-Impfstoff.

23. März: Wegen der Grippewelle gab es so viele Fehltage wie seit zehn Jahren nicht mehr

Wegen der heftigen Grippewelle sind im Februar so viele Beschäftigte krank ausgefallen wie seit zehn Jahren nicht. Der Krankenstand, also der Anteil Erkrankter an allen Arbeitnehmern, lag im vergangenen Monat bei 6,2 Prozent, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Statistik der Betriebskrankenkassen (BKK) ergibt. Jeder Dritte davon blieb wegen einer Grippe oder anderer Atemwegsinfekte zuhause. 

Im Februar wird hierzulande immer der höchste Krankenstand erreicht. Doch auch im Vergleich zu den vier großen Grippewellen der vergangenen zehn Jahre (2009, 2013, 2015 und 2017) liegt der diesjährige Wert laut den BKK "mit Abstand" an der Spitze.

Die höchsten Krankenstände hatten demnach Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie die ostdeutschen Bundesländer. Am wenigsten von grippalen Infekten betroffen waren Hamburg, Bayern und Baden-Württemberg. Gründe für die Abweichungen sind die unterschiedliche Altersstruktur in den Ländern sowie die jeweilige Infrastruktur und wirtschaftliche Lage.

Nach aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) war die Influenza-Aktivität in der 11. Kalenderwoche 2018 (11. bis 18.3.) weiter hoch, doch scheine der Höhepunkt der Grippewelle überschritten zu sein. In der Woche seien 44.562 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle übermittelt worden; in der Woche zuvor waren es knapp 46.400. 

Die tatsächliche Zahl liegt deutlich höher, da bei weitem nicht in jedem Fall auf Grippe getestet wird. Ein Anzeichen für eine Grippe ist der plötzliche Beginn mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Bei einem grippalen Infekt hingegen, einer "normalen" Erkältung also, kündigt sich die Erkrankung eher durch erste Symptome wie Niesen und ein leichtes Krankheitsgefühl an.

Ärzte raten, sich nach einer überstandenen Grippe richtig auszukurieren. Das Immunsystem sei dann noch deutlich geschwächt. 

Aktuelle Grippewelle hat ihren Höhepunkt wohl überschritten

Die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen ist in der 11. Kalenderwoche 2018 bundesweit deutlich zurückgegangen. Das berichtet das Robert Koch-Institut. Der Höhepunkt der Grippewelle 2017/2017 scheine überschritten, so die Experten in ihrem aktuellen Wochenbericht. In der elften Meldewoche wurden demnach 44.562 bestätigte Influenza-Fälle an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. In der Woche zuvor waren es noch über 46.000 Neuerkrankungen gewesen.

Insgesamt sind in der laufenden Grippe-Saison 270.730 Fälle von Influenza in Deutschland registriert worden. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen, da nicht jeder Grippe-Fall registriert und gemeldet wird. In der achten Kalenderwoche registrierte das RKI 3000 Arztbesuche auf 100.000 Einwohner wegen Atemwegserkrankungen - der höchste Wert seit zehn Jahren. Wie schwer die Grippewelle diesmal tatsächlich war, lasse sich aber noch nicht sagen, hieß es weiter.  

751 Grippe-Kranke starben bislang.

20. März: Seit dem Start der Grippe-Saison 2017 gab es über 200.000 Influenza-Kranke

Laut der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AI) vom Robert-Koch-Institut (RKI) wurden in der 10. Meldewoche nach Infektionsschutzgesetz 46.382 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle übermittelt. Somit sind seit der 40. Meldewoche 2017 - Beginn der Grippesaison - dem RKI insgesamt 215.540 Fälle bekannt geworden.

Zudem erklärt die AI, dass die Influenza B-Viren seit der 40. Kalenderwoche 2017 mit 72% die am häufigsten identifizierten Influenza-Viren seien.

19. März: Grippewelle trifft in Bayern deutlich mehr Menschen als in der vorigen Saison

Die Zahl der Grippe-Kranken ist in Bayern bislang deutlich höher als im Vergleichzeitraum des Vorjahres. Wie das bayerische Landesamt für Gesundheit (LGL) berichtet, wurden in den ersten zehn Wochen des Jahres 2018 insgesamt 28.020 Grippe-Kranke im Freistaat erfasst. Im Vergleichzeitraum 2017 waren es nur 16.343 Fälle. Allein in der zweiten Märzwoche wurden in Bayern 5.564 Neuerkrankungen verzeichnet.

17. März: Schwäche nach Grippe kann Anzeichen einer Herzmuskel-Entzündung sein

Wer sich mehr als zwei Wochen nach einem grippalen Infekt immer noch ständig schlapp fühlt, sollte das vom Arzt abklären lassen. Müssen Betroffene etwa bei Spaziergängen immer noch Pausen einlegen, obwohl sie dies sonst nicht machen, ist das ein Alarmsignal. Es könnte sein, dass der Infekt das Herz in Mitleidenschaft gezogen hat. Weitere Anzeichen für eine Herzmuskelentzündung sind Wasseransammlungen in den Beinen, ein Druckgefühl in der Brust oder ein unregelmäßiger Herzschlag, informiert die Deutsche Herzstiftung. 

Ein Stück weit vorbeugen lässt sich einer Herzmuskelentzündung, indem man sich gut auskuriert. Körperlich belasten sollten sich Betroffene erst, wenn das Fieber vergangen ist und auch Symptome wie Husten und Gliederschmerzen abgeklungen sind. Schonung ist auch noch angesagt, solange sich jemand schwach und abgeschlagen fühlt.

16. März: Grippewelle bewirkt in ganz Deutschland Ausfälle und Engpässe

Ausgedünnte Verwaltungen, Kliniken an der Kapazitätsgrenze: Die weiter anhaltende Grippewelle sorgt an vielen Stellen des Landes für Engpässe. In der zehnten Kalenderwoche lag die Zahl bestätigter, an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelter Fälle bei knapp 46 400. In der Woche zuvor hatte die Arbeitsgemeinschaft Influenza rund 42 400 Fälle gemeldet. Insgesamt sind in dieser Saison bereits mehr als 215 500 Menschen nachweislich an Grippe erkrankt. Die tatsächliche Zahl liegt deutlich höher, weil nicht von jedem Patienten Erregerproben analysiert werden.   

In Nordrhein-Westfalen führte die Grippewelle zu Bus- und Bahnausfällen. Auch der Verkehrsbetrieb Potsdam (ViP) erklärte, es könne zu Ausfällen bei Bussen und Straßenbahnen kommen.

Mehrere Dutzend an Grippe erkrankte Mitarbeiter beeinträchtigten auch die Arbeit am Amtsgericht Cottbus. In mehreren Abteilungen sei die Situation "mehr als schwierig", so Gerichtssprecher Michael Höhr. In Greifswald blieb das Stadtarchiv am Freitag wegen Krankheit geschlossen. In der Stadtverwaltung in Stralsund sind nach Angaben eines Sprechers etwa elf Prozent der Mitarbeiter krank. In Ämtern könne es zu längeren Wartezeiten kommen. 

Auch in etlichen Kliniken bundesweit gab es Probleme. "Die Universitätsmedizin kommt an ihre Kapazitätsgrenze", sagte etwa der Direktor der Klinik für Innere Medizin in Greifswald, Professor Stefan Felix. In Mecklenburg-Vorpommern mussten in einigen Schulen Klassen zusammengelegt werden, weil viele Lehrer krank sind, wie es aus dem Bildungsministerium hieß.

15. März: Schwangere Lehrerinnen in Bayern sind wegen der Grippewelle vom Unterricht befreit

Schwangere Lehrerinnen sind wegen der anhaltenden Grippewelle bis zu den Osterferien vom Unterricht freigestellt. Wie das Kultusministerium am Donnerstag in München mitteilte, soll so das Ansteckungsrisiko für Schwangere gesenkt werden. Die Regelung gilt demnach auch für schwangere Verwaltungsangestellte und Schülerinnen. Der Unterricht an den betreffenden Schulen soll trotz der Maßnahme sichergestellt bleiben, etwa durch den Einsatz von Förderlehrern. Sollte es keine Möglichkeiten zur Vertretung einer fehlenden Lehrerin geben, würden die Schüler dennoch in der Schule betreut, hieß es.

13. März: Ministerium fordert besseren Grippe-Impfschutz von den Kassen

Der baden-württembergische Sozialminister Manne Lucha (Grüne) hat die Krankenkassen aufgefordert, künftig die Kosten für den wirksamen Vierfachimpfstoff gegen die Grippe zu übernehmen. Mit ihm hätten in dieser Saison viele Krankheitsfälle verhindert werden können, teilte Lucha mit. Bislang werden von den Kassen in der Regel für die gesetzlich Versicherten nur die Kosten für den Dreifachimpfstoff getragen. Für den Vierfachimpfstoff jedoch nur in Einzelfällen.

9. März: In Bayern gibt es mehr Grippe-Kranke als 2017

Wie in ganz Deutschland ist auch in Bayern die Zahl der registrierten Grippe-Fälle weiter stark gestiegen. Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit berichtet, wurden in der achten Meldewoche 4217 neue Fälle von Influenza im Freistaat verzeichnet.

In der laufenden Grippesaison 2017/2018 sind damit nach offiziellen Angaben insgesamt 16914 Menschen im Freistaat an der Grippe erkrankt. Das sind deutlich mehr als im Vergleichzeitraum des Vorjahres. Bis zur achten Meldewoche waren da "nur" 14868 Influenza-Fälle zu verzeichnen.

Am stärksten betroffen ist aktuell Oberbayern mit 1105 gemeldeten Neuerkrankungen. Es folgen Niederbayern und die Oberpfalz. In Schwaben waren in der achten Meldewoche nur 50 neue Fälle von Grippe zu verzeichnen. Allerdings gibt es hier auch weitere Todesfälle. Nach den bereits bekannt gewordenen zwei Todesfällen an Influenza im Stiftungskrankenhaus Nördlingen starben jetzt zwei weitere ältere Menschen im Krankenhaus Donauwörth an Komplikationen der Virusgrippe.

Bis zum 4. März wurden in Bayern insgesamt 37 Todesfälle aufgrund von Grippe registriert.

8. März: Die Grippe hat immer noch Hochkonjunktur

Die Grippe hat Deutschland weiter fest im Griff. In der neunten Kalenderwoche bis Anfang März stiegen die bestätigten Krankheitsfälle auf rund 42.400, teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza mit. Damit blieben die Werte in allen Regionen stark erhöht. In der Woche davor waren rund 38.700 Grippefälle registriert worden.

Insgesamt sind damit in dieser Saison rund 165.500 Menschen nachweislich an Grippe erkrankt. Bei rund 27.000 von ihnen verlief die Erkrankung so schwer, dass sie ins Krankenhaus kamen. 358 Patienten starben im Zusammenhang mit einer Grippe-Infektion, die große Mehrzahl von ihnen (84 Prozent) war älter als 60 Jahre. 

In der laufenden Saison brach die Grippe nach der jüngsten Statistik auch 71 Mal in Krankenhäusern, 68 Mal in Kindergärten, 42 Mal in Schulen und 26 Mal in Alten- und Pflegeheimen aus.

7. März: Jetzt schon 165.489 Grippe-Kranke registriert - und 358 Tote

Die Zahl der Grippe-Kranken in Deutschland ist erneut stark angestiegen. Allein der neunten Meldewoche registerierte das Robert Koch-Institut mehr als 42.000 neue Fälle von Influenza in Deutschland. Damit stieg die Zahl der Grippekranken in der laufenden Saison auf insgesamt 165.489. 358 mit Influenza erkrankte Menschen starben. Die meisten Todesopfer (84 Prozent) waren älter als 60 Jahre. 

6. März: Personausfall bei der Deutschen Bahn ist nach Grippewelle jetzt weniger gravierend

Am Wochenende war der Zugverkehr der Deutschen Bahn im Südwesten stark eingeschränkt. Grund dafür war die Grippewelle und demnach viele Krankmeldungen beim Personal. Zu Wochenbeginn soll aber wieder regulärer Betrieb herrschen. "Im Raum Stuttgart sinkt der Krankenstand weiter", sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Sonntag in Berlin.

Von Freitag bis Sonntag waren auf der Strecke zwischen Singen und Schaffhausen in beiden Richtungen zahlreiche Regionalbahn-Verbindungen ausfallen. Betroffene Reisende waren aufgerufen, Interregio-Express-Züge oder Ersatzbusse zu nutzen und sich vorab zu informieren.

Auch beim Personal der Stuttgarter S-Bahn grassierte die Grippe. Mehrere Verbindungen waren bereits am Donnerstag ausgefallen, weil Fahrer fehlten. Am Freitag stellte die Bahn dann die Linie S5 ein. Durch die Ausdünnung auf dieser Line sollte der Betrieb der anderen Linien gewährleistet werden.

3. März 2018: Grippewelle trifft auch die Deutsche Bahn - und sämtliche Wartezimmer sind voll

Rund 2,5 Millionen Menschen in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts wegen einer akuten Atemwegserkrankung in der vergangenen Woche eine Haus- oder Kinderarztpraxis aufgesucht. Grippe und Erkältung sorgen für übervolle Wartezimmer, Notaufnahmen in Kliniken sind ausgelastet. 

Auch die Deutsche Bahn ist betroffen: Wegen der Grippewelle fehlt im Südwesten Personal und es fallen Züge aus. An diesem Wochenende gibt es Einschränkungen am Bodensee zwischen Singen und Schaffhausen in der Schweiz, wie das Unternehmen mitteilte. Von Freitag bis Sonntag sollten auf der Strecke in beiden Richtungen zahlreiche Regionalbahn-Verbindungen ausfallen. Betroffene Reisende seien aufgerufen, Interregio-Express-Züge oder Ersatzbusse zu nutzen und sich vorab auf der Bahn-Webseite unter www.bahn.de/liveauskunft zu informieren.

1. März 2018: Grippewelle könnte noch fünf bis sieben Wochen anhalten

Die Grippewelle hat Deutschland weiter fest im Griff. Und sie ist noch längst nicht beendet. Davon geht man beim Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) aus, das als Bundesinstitut für Infektionskrankheiten die Gesundheit der Bevölkerung im Blick haben muss und als eine zentrale Forschungseinrichtung der Bundesrepublik Deutschland gilt. Die Grippewelle werde noch fünf bis sieben Wochen anhalten, sagte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher. Eine Impfung lohne sich deshalb auch jetzt noch.

Wie das RKI die kürzlich erhobene Forderung nach Änderungen bei der Grippeschutzimpfung sieht, lesen Sie hier.

28. Februar: 35.000 Neuerkrankungen in nur einer Woche

Die Grippewelle 2017/2018 nimmt weiter an Wucht zu. In der 8. Meldewoche hat das Robert Koch Institut bislang 35.284 neue Influenza-Fälle registriert. Damit sind in der laufenden Grippe-Saison 119.533 Fälle von Influenza-Erkrankungen in Deutschland registriert worden. Die Zahl der tatsächlich betroffenen dürfte deutlich höher liegen, weil nicht jeder Kranke erfasst oder gemeldet wird. 216 Menschen starben nach offiziellen Angaben an der Grippe.

Forderung: Vierfach-Grippeimpfung im Eilverfahren einführen!

Zum Höhepunkt der Grippewelle in Deutschland fordert die Deutsche Stiftung Patientenschutz einen besseren Impfschutz per Eilverfahren. Bis heute würden nicht alle Krankenkassen die wichtige Vierfach-Impfung übernehmen, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Gezahlt werde häufig nur der halb so teure Dreifach-Wirkstoff.

Brysch kritisiert, dass der zuständige gemeinsame Bundesausschuss erst im April eine Entscheidung über die Vierfach-Impfung treffen wolle - das sei viel zu spät. Für Gefährdungssituationen brauche es ein gesetzliches Eilverfahren.

27. Februar: Wegen der Grippe werden in Baden-Württemberg und Hessen die Blutkonserven knapp

Wegen der Grippe- und Erkältungswelle werden Blutkonserven in Baden-Württemberg und Hessen knapp. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das für beide Bundesländer einen Blutspendedienst unterhält, ruft daher zu Spenden auf. Menschen mit grippalen Infekten sind nicht zur Blutspende zugelassen. Kranke, die Antibiotika zur Behandlung nehmen, dürfen bis zu vier Wochen nach Einnahme der Medikamente ebenfalls kein Blut spenden. 

24. Februar: Bayern registriert bereits 15 Grippe-Tote in der aktuellen Influenza-Saison

Die Zahl der Grippe-Fälle ist auch in Bayern erneut deutlich angestiegen. Dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wurden in der siebten Meldewoche des laufenden Jahres 2874 neue Influenza-Fälle gemeldet. Insgesamt gab es im Freistaat seit Beginn der Grippe-Saison Anfang Oktober 2017 bisher bereits 12.617 Erkrankungen, wie das Amt am Freitag mitteilte. Im gleichen Zeitraum der vorherigen Saison waren es 14.308 Fälle gewesen.

In der laufenden Saison wurden 15 Grippe-Tote in Bayern registriert. Die meisten Todesfälle gab es in Oberbayern, Schwaben und Unterfranken mit jeweils drei Grippe-Toten.

23. Februar: Grippewelle in Deutschland erreicht einen neuen Höhepunkt - 24.000 neu gemeldete Grippefälle

Die Grippewelle in Deutschland hat einen neuen Höhepunkt erreicht. In der dritten Februarwoche registrierte das Robert Koch-Institut rund 24.000 neue Grippefälle. Der Schwerpunkt liegt im Moment im Süden und Osten des Landes. In der Woche davor waren es bundesweit rund 18.700 Fälle.

Insgesamt sind in dieser Grippesaison rund 82.000 Menschen nachweislich an Grippe erkrankt, teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza mit. Die Dunkelziffer liegt in der Regel deutlich höher, weil nicht von jedem Patient Erregerproben analysiert werden.   

136 Menschen starben nachweislich nach einer Influenza-Infektion. Es waren vorwiegend Menschen im Seniorenalter, die oft Vorerkrankungen hatten. Allerdings starb jüngst auch ein 45-Jähriger in Nördlingen, der keine Vorerkrankungen hatte. (AZ/dpa )

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