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HIV/Aids
12.06.2016

Aids: UN will HIV bis 2030 bezwungen haben

Die Vereinten Nationen wollen HIV und Aids ein Ende setzen. Kann das bis 2030 klappen?
Foto: Fredrik von Erichsen/Symbolbild (dpa)

Vor 35 Jahren wurden die ersten Aids-Fälle von der US-Seuchenbehörde gemeldet. Die Ausmaße der HIV-Epidemie waren damals nicht zu ahnen. Jetzt will die UN HIV/Aids ein Ende setzen.

Etwa 36,7 Millionen Menschen weltweit leben nach Angaben der Vereinten Nationen mit dem Aids-Erreger HIV. 2,1 Millionen davon infizierten sich im vergangenen Jahr - und das Leben der HIV-Infizierten ist nicht leicht. Besonders in den Entwicklungsländern ist es härter, als sich Menschen der westlichen Welt vorstellen können. Erkrankte haben nicht nur mit ihrer Krankheit, sondern auch mit Diskriminierung und Ausgrenzung zu kämpfen. Das raubt vielen Aids-Erkrankten den Lebenswillen. Die Vereinten Nationen wollen HIV und Aids bis 2030 bezwungen haben. HIV, Syphilis, Hepatitis: Bundesregierung plant mehr Prävention

Vereinte Nationen wollen Aids/HIV bezwingen

Eine Epidemie diesen Ausmaßes zu bezwingen, ist ein ambitionierter Plan. Michel Sidibé, der UNAIDS-Direktor, zeigt sich jedoch hoffnungsvoll. Er kündigte sogar an, dass im Jahr 2020 nur 26,2 statt der zuvor geschätzten 30 Milliarden Dollar (umgerechnet ca. 26,3 Milliarden Euro) für das Ende von HIV und Aids aufgebracht werden müssten. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen befürchtet hingegen, dass diese Summe nicht realistisch ist - und fordert eine ausreichende Finanzierung im Kampf gegen HIV und Aids.

HIV und Aids bekämpfen: Therapie muss für alle zugänglich sein

Wenn HIV und Aids jedoch gänzlich beendet werden soll, ist viel mehr als nur Geld notwendig. Die erforderlichen Therapien müssen für jeden zugänglich werden, von Russland bis Lesotho. Unmittelbar nach der HIV-Diagnose muss eine Therapie möglich sein, um HIV und Aids tatsächlich ein Ende zu setzen.

Die Vereinten Nationen haben ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2030 sollen HIV und Aids weltweit eingedämmt werden. Dafür muss Aids heilbar sein - eine Therapie muss für alle möglich sein.
Foto: Ritchie B. Tongo (dpa)

Erste Fortschritte gibt es bereits: Um mehr als ein Drittel ist die Zahl der neuen HIV-Infektionen seit dem Jahr 2000 bereits gesunken. Besonders was Afrika angeht, sprach Sidibé von einem neuen wendepunkt: Erstmals können mehr HIV-Infizierte behandelt werden, als sich anstecken. dpa/sh

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