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Strahlung durch Handys

12.11.2014

Häufige Handynutzer haben höheres Hirntumor-Risiko

Nach einer jüngst vorgelegten Studie sollen Handys das Hirntumor-Risiko heben.
Bild: Friso Gentsch (dpa)

Wer viele Jahre lang mit dem Handy telefoniert, soll häufiger an Hirntumor erkranken. Das steht im Widerspruch zur bisherigen Referenz-Studie zum Thema - auf den ersten Blick.

Steigern Handys das Risiko, an Hirnkrebs zu erkranken? Eine aktuelle Studie aus Schweden hat das als Ergebnis. Die Wissenschaftler vom Universitätskrankenhaus Örebro wollen herausgefunden haben, dass Menschen, die mehr als 25 Jahre lang ein mobiles Telefon nutzen, ein dreifach höheres Risiko an einem bestimmten Hirntumor zu erkranken als Menschen, die die Geräte weniger als ein Jahr nutzen.

"Das Risiko ist nach 25 Jahren dreimal so hoch. Das können wir eindeutig sehen", sagte Dr. Lennart Hardell der Bild. Mit jedem Jahr der Handy-Nutzung würde das Risiko steigen, so Hardell weiter.

Längere Handy-Nutzung - höheres Hirntumor-Risiko

Diejenigen Teilnehmer an der Studie, die seit 20 bis 25 Jahren drahtlose Telefone nutzten, wiesen eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit einer Tumordiagnose auf als diejenigen, welche erst seit einem Jahr oder kürzer Handys nutzen. Wer sein Handy seit 25 Jahre oder länger nutzt, soll sogar dreimal so oft die tödliche Diagnose erhalten.

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Bei etwa fünf von 100.000 Europäern (0,005 Prozent) wurde zwischen 1995 und 2002 ein bösartiger Hirntumor diagnostiziert. Der schwedischen Studie zufolge erhöht sich das Risiko also auf 16 von 100 000 (0,016 Prozent).

Widerspruch zur bisherigen Referenz-Studie

Damit widerspricht die Studie der bislang größten Erhebung zum Thema. Die „International Agency for Resarch on Cancer“ hatte 2010 zum Ergebnis, dass es keine ausreichenden Beweise für einen Zusammenhang zwischen Mobilfunk-Nutzung und dem Risiko, an einem Gehirntumor zu erkranken, gibt. Allerdings wurde die Arbeit teilweise von Mobilfunk-Anbietern bezahlt.

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