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Gesundheit

15.07.2013

Hautkrebs: Die unterschätzte Gefahr

Hautkrebs ist die häufigste Tumorart bei jungen Frauen.
Bild: Stephanie Pilick (dpa)

Das schöne Wetter lockt die Menschen ins Freibad und an den See. Doch wie schädlich ausgiebiges Sonnenbaden sein kann, belegen aktuelle Zahlen.

Hautkrebs ist nach Angaben der Deutschen Krebshilfe die häufigste Tumorart bei jungen Frauen. Grund seien vor allem häufige Solarienbesuche, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Nettekoven der Neuen Osnabrücker  Zeitung. Er forderte von den Bürgern mehr Risikobewusstsein beim Thema UV-Strahlung. Die Zahl der Hautkrebserkrankungen habe sich in den vergangenen Jahrzehnten vervierfacht - "das ist alarmierend".

Hautkrebs: Viele Menschen unterschätzen UV-Strahlen im Freien

Die Deutsche Krebshilfe rät grundsätzlich davon ab, Solarien zu  nutzen. Selbst neue gesetzliche Regelungen ließen dort eine  UV-Strahlung zu, die mittags am Äquator herrsche, kritisierte Nettekoven. Darüber hinaus sei erschreckend, dass viele Menschen die Gefährlichkeit von UV-Strahlen auch im Freien weiterhin  unterschätzten.

"Leider sieht man am Strand, im Schwimmbad, auf dem Fußballplatz  oder beim Sportfest nach wie vor viele Kinder und Erwachsene mit  Sonnenbrand", sagte Nettekoven. Dies sei fatal, weil besonders  Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend das Risiko, später an dem  besonders gefährlichen schwarzen Hautkrebs, dem sogenannten malignen Melanom zu erkranken, um das Zwei- bis Dreifache erhöhten. Auch das veränderte Reiseverhalten wie Sonnenurlaube während des  ganzen Jahres sei für den Anstieg der Hautkrebsfälle verantwortlich.

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Jährlich erkranken 234.000 Menschen neu an Hautkrebs

Nach Angaben der Deutschen Krebshilfe erkranken pro Jahr etwa 234.000 Menschen neu an Hautkrebs, rund 3000 sterben daran.

In Deutschland gilt seit 2012 eine neue Solarien-Verordnung. Damit  gilt unter anderem ein Mindestabstand für Lampen und ein Grenzwert  für die Bestrahlungsstärke. Vorgeschrieben ist auch fachkundiges  Personal. Bereits seit 2009 ist Minderjährigen die Benutzung von  Solarien verboten. AZ, afp

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