1. Startseite
  2. Wissenschaft
  3. Herpes: Eine tödliche Gefahr für Neugeborene

Herpes simplex

07.12.2014

Herpes: Eine tödliche Gefahr für Neugeborene

Herpes stellt für die meisten Menschen keine Gefahr dar. Neugeborene sollten mit dem Virus jedoch nicht in Kontakt kommen.
Bild: Symbolbild: DPA

Für viele Menschen stellt Herpes keine wirkliche Beeinträchtigung dar. Für Neugeborene kann eine Infektion jedoch lebensbedrohlich werden.

Weltweit hatten bis zu 90 Prozent aller Menschen schon Kontakt zu den herkömmlichen Herpes-Viren. Für die meisten stellt eine Infektion allerdings keine Gefahr dar. Für Neugeborene können die Viren aber sogar lebensbedrohlich werden.

Baby stirbt an den Folgen von Herpes

Wie The Huffington Post berichtete, starb im November ein neugeborenes Baby in Australien an den Folgen einer Herpes-Infektion. Die Mutter habe noch nie an einer Form von Herpes gelitten, daher sei es wahrscheinlich, dass ihr Baby sich im Krankenhaus damit angesteckt habe. Als das kleine Mädchen positiv auf das Herpes-Virus getestet wurde, musste es an Maschinen angeschlossen werden - eine Woche später habe es sich mit Staphylokokken infiziert und starb.

Ihre Mutter nimmt den Tod ihrer Tochter zum Anlass, andere Eltern zu warnen: Herpes-Viren können für Babys gefährlich sein. Im schlimmsten Fall könnten sie sogar zu einer viralen Hirnhautentzündung führen, wie The Huffington Post berichtete.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Herpes: Risiko ist nicht zu unterschätzen

Laut den Medizinern, in dem das Mädchen behandelt wurde, ist eine solche Infektion sehr selten. Trotzdem sollte das Risiko nicht unterschätzt werden, da ein Großteil aller Menschen schon Kontakt mit den Viren hatten. Am häufigsten wird das Virus während der Geburt auf Kinder übertragen, wenn sich Schwangere frisch mit Genitalherpes angesteckt und die Kinder erst wenige Antikörper entwickelt haben.

Sind Eltern selbst mit dem Virus infiziert, sollten sie es vermeiden, Babys mit einem Fieberbläschen zu küssen. Auch der Kontakt mit offenen Stellen an der Haut sollte vermieden werden, wird in The Huffington Post gewarnt. Insgesamt sollten Menschen, die an Herpes und Fieberbläschen leiden, Abstand zu Neugeborenen halten.

Herpes-Viren bleiben lebenslang im Körper

Manche Menschen, die mit Herpes-simplex Viren infiziert sind, leiden an regelmäßigen Ausbrüchen im Mund oder an anderen Partien. Der Auslöser könne beispielsweise ein geschwächtes Immunsystem oder Stress sein, schreibt Heilpraxis.net. Obwohl das Virus lebenslang im Körper bleibt, würden bei anderen Menschen wiederum nach der Erstinfektion nie wieder Symptome auftreten, bei manchen bleibe sogar die Infektion vollkommen unbemerkt. AZ

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Tuberkulose-Patient im indischen Varanasi: 1,6 Millionen Menschen starben 2017 nach WHO-Angaben an Tuberkulose. Foto: Rajesh Kumar Singh/AP
Zahlen der WHO

Tuberkulose bleibt tödlichste Infektionskrankheit vor Aids

ad__starterpaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket