Newsticker
RKI meldet 5011 Corona-Neuinfektionen und 34 neue Todesfälle
  1. Startseite
  2. Wissenschaft
  3. Impfung gegen Windpocken kann auch vor Gürtelrose schützen

Impfen

24.03.2017

Impfung gegen Windpocken kann auch vor Gürtelrose schützen

Eine Impfung gegen Windpocken soll auch gegen Gürtelrose helfen.
Bild: Ralf Hirschberger/dpa

Gürtelrose-Schutz dank Windpocken-Impfung: Auf diesen Zusammenhang weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hin.

Wer gegen Windpocken geimpft ist, hat später seltener mit Gürtelrose zu kämpfen. Das sagt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Die Erkrankungen werden beide von Varizella-Zoster-Viren verursacht. Sie bleiben nach einer Ansteckung mit Windpocken im Körper. Ist später im Leben - vor allem im Alter - das Immunsystem einmal geschwächt, können die Viren eine häufig sehr schmerzhafte Gürtelrose auslösen. 

Windpocken: Krankheitsverlauf und Symptome

Windpocken sind, wie der Name schon sagt, über den "Wind" bzw. über große Abstände übertragbar. Die Varizella-Zoster-Viren sind hoch ansteckend und werden meist durch das Einatmen kleiner Speichel-Tröpfchen - durch Husten oder Niesen - aufgenommen. Fast jeder Kontakt von einer an Windpocken leidenden Person, mit einer ungeschützten Person führt zur Ansteckung. Kinder mit Windpocken sind vier bis sechs Tage lang hochansteckend, erklärt Hermann Josef Kahl, Kinder- und Jugendarzt aus Düsseldorf. "Bis das letzte Bläschen abgetrocknet ist, sollten sie zu Hause bleiben." Eine Ausnahme gilt nur für einen Arztbesuch in dieser Zeit.

Gürtelrose: Krankheitsverlauf und Symptome

Gürtelrose ist im Vergleich zu Windpocken nicht so ansteckend. Lediglich die Blasenflüssigkeit führt zu einer Ansteckung, weshalb man von einer Schmierinfektion spricht. In den ersten Tagen fühlen sich Betroffene krank und abgeschlagen, dann bilden sich schmerzhafte Hautrötungen und Knötchen. Daraus wiederum entstehen juckende Blasen, die nach zwei bis zehn Tagen austrocknen. Erst nach zwei bis vier Wochen ist eine Gürtelrose überstanden.

Laut dem IQWiG kann Gürtelrose auch nach einer Impfung gegen Windpocken noch auftreten, sie ist aber dann deutlich seltener. dpa/tmn/AZ

Mythos oder Wahrheit - Tod durch Gürtelrose? 

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren