1. Startseite
  2. Wissenschaft
  3. "InSight" hat wohl erstmals Mars-"Beben" aufgezeichnet

Nasa-Sonde

24.04.2019

"InSight" hat wohl erstmals Mars-"Beben" aufgezeichnet

Dieses von NASA/JPL-Caltech zur Verfügung gestellte Foto zeigt das gewölbte Wind- und Wärmeschild der Nasa-Sonde «InSight».
Bild: NASA/JPL-Caltech/AP (dpa)

Die seit November auf dem Mars befindliche Nasa-Sonde "InSight" hat wahrscheinlich erstmals Geräusche eines Bebens auf dem Roten Planeten eingefangen.

Das schwache Tonsignal sei am 6. April und damit am 128. Tag des Roboters auf dem Planeten aufgezeichnet worden, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit. Das von dem seismischen Instrument der Sonde aufgenommene Zittern scheine eher aus dem Innern des Mars zu kommen als von Kräften auf seiner Oberfläche wie Wind zu stammen, hieß es weiter. Wissenschaftler sind der Nasa zufolge noch damit beschäftigt, die genaue Ursache des Signals zu erforschen.

Dennoch sprachen Experten bereits von einem Meilenstein, der die seismische Aktivität des Mars bestätige. "Wir haben bisher Hintergrundgeräusche gesammelt, doch dieses Ereignis markiert offiziell den Beginn eines neuen Forschungsfeldes: Der Erdbebenkunde des Mars!", sagte "InSight"-Experte Bruce Banerdt. "Wir haben seit Monaten auf ein Signal wie dieses gewartet", freute sich Philippe Lognonne, ein Erdbebenspezialist am französischen Physikinstitut Institut de Physique du Globe de Paris (IPGP). "Es ist so aufregend, endlich einen Beweis zu haben, dass der Mars immer noch seismisch aktiv ist."

Mit zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten soll "InSight" für mindestens zwei Jahre das Innere des Mars erforschen und dabei vor allem mehr über dessen Aufbau und die Dynamik unter seiner Oberfläche in Erfahrung bringen. "InSight" ("Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport") ist ein 360 Kilogramm schwerer Roboter, der nicht rollt, sondern an einem Ort bleibt. Im Dezember hatten zwei Sensoren der Sonde laut Nasa Geräusche von Winden auf dem Roten Planeten eingefangen. Die "InSight"-Mission kostet rund 650 Millionen Euro. (dpa)

Mitteilung Nasa (Englisch)

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Die Sorte «Quarta» ist die Kartoffel des Jahres 2019. Die Speisekartoffel eigne sich sehr gut für Klöße und weise eine gute Lagerfähigkeit auf, teilte der Arbeitskreis «Kartoffel des Jahres» mit. Foto: EUROPLANT Pflanzenzucht GmbH
182 Sorten in Deutschland

"Quarta" ist Kartoffel des Jahres

ad__pluspaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live, aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Plus+ Paket ansehen