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Welt-Aids-Tag

01.12.2018

Jeder Vierte hat ungeschützt Sex mit Zufallsbekanntschaft

Eine Umfrage zum Welt-Aids-Tag zeigt, das Erwachsene in Deutschland sich nicht ausreichend vor einer Ansteckung mit HIV schützen.
Bild: Oliver Berg (dpa)

Viele Erwachsene in Deutschland gehen laut einer Umfrage der Privaten Krankenversicherung zum Welt-Aids-Tags sorglos mit ihrem Sexualleben um.

Mehr als jeder Vierte, also 26 Prozent der Befragten, hatte schon einmal ungeschützten Sex mit einer Zufallsbekanntschaft. Jeder dritte Mann und jede fünfte Frau hätten entsprechende Angaben gemacht, heißt es in der Umfrage, die vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) zum Welt-Aids-Tags in Auftrag gegeben wurde.

Welt-Aids-Tag: Aufklärung über HIV-Risiken bleibt notwendig

PKV-Vorsitzender Uwe Laue ist vom Ergebnis alarmiert. Seiner Meinung ist dies ein Zeichen dafür, dass die Aufklärungsarbeit zu HIV kein bisschen nachlassen darf. Berichte über neuentwickelte Medikamente für HIV-Infizierte und Aids-Kranke hätten wohl "zu einer Art neuer Nachlässigkeit" im Umgang mit der Infektion geführt. Trotz aller medizinischen Fortschritte sei Aids aber nach wie vor eine unheilbare Krankheit, sagte er.

Die Umfrage des Insa-Instituts von der zweiten Novemberhälfte basiert auf Online-Angaben von 2062 Bundesbürgern im Alter ab 18 Jahren. Der Umfrage zufolge sind zudem vier von fünf Deutschen (79 Prozent) der Meinung, dass Aufklärung über HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten schon in der Schule stattfinden sollte.

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Nach einem jüngst vorgestellten Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) ist die Zahl der Neuinfektionen mit HIV bundesweit leicht rückläufig. Sie lag 2017 bei rund 2700 nach jeweils etwa 2900 in den Jahren 2014 bis 2016. Bei Heterosexuellen wird aber laut RKI in den vergangenen Jahren ein langsamer Anstieg der Neuinfektionen gesehen: Ihnen fehle es oft an einem Bewusstsein für ein HIV-Risiko. Insgesamt lebten Ende 2017 rund 86 000 Menschen im Land mit HIV, geschätzt 11 400 wussten nichts von ihrer Infektion. (dpa)

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