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AOK-Kinderreport

13.01.2017

Jedes vierte Kind leidet an Allergie

Heuschnupfen: Die Symptome sind eine triefende Nase und rote Augen. Viele Kinder sind von Allergien betroffen.
Bild: AOK

Das Gesundheitswissenschaftliche Institut der AOK Nordost hat Daten von Kindern mit Allergien untersucht. Laut Kinderreport ist knapp jedes vierte Kind von einer Allergie betroffen.

Allergien und vor allem ihre Symptome sind lästig. Das bekommen offenbar immer mehr Menschen am eigenen Leib zu spüren - auch viele Kinder. Jedes vierte Schulkind ist laut den ersten Ergebnissen des AOK-Kinderreports betroffen. Und Allergien sind außerhalb der Ballungsräumen häufiger geworden. Das hat das Gesundheitswissenschaftliche Institut der AOK Nordost (GeWINO) festgestellt. Das Institut erstellt derzeit einen Report, der sich mit den Allergien von Kindern in der Region Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern befasst.

Allergien: Jedes vierte Kind leidet laut AOK-Kinderreport darunter

Für diesen Kinderreport werden die Daten von mehr als 125.000 Schulkindern im Alter von sechs bis 16 Jahren erfasst. Ihre ambulante Diagnose wird verglichen. Die Daten stammen aus den Jahren 2006 bis 2015. Die ersten Ergebnisse des AOK-Kinderreports zu Allergien zeigen, dass in Mecklenburg-Vorpommern 24 Prozent der Schüler Allergiker sind. In Brandenburg liegt dieser Prozentsatz bei 23, in Berlin bei 22. Zudem wurde in der Studie festgestellt, dass der Anteil der Allergiker unter den Schulkindern in Mecklenburg-Vorpommern um 3,2 Prozent, in Brandenburg um 0,8 Prozent gestiegen ist. In Berlin hingegen fiel dieser Anteil um 1,4 Prozent.

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Tipps gegen Pollen und Heuschnupfen

Kinder haben oft Neurodermitis oder Heuschnupfen

Das Gesundheitswissenschaftliche Institut der AOK Nordost hat im AOK-Kinderreport zudem herausgefunden, welches die häufigsten Allergien sind, die Schulkinder haben. Auf Platz 1 liegt demnach Neurodermitis(beispielsweise 11,3 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern), auf Platz 2 Heuschnupfen (9,2 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern). Der AOK zufolge fehle es in Deutschland an Rücksichtsnahme auf Allergiker. In Nachbarländern wie Schweden sei man wesentlich weiter - dort gebe es etwa Regelungen, die Luftfilter vorschreiben und Duftstoffe in Schulen und Krankenhäusern unterbinden. So können Symptome verringert werden.

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Allergien können die Folge sein, wenn das Abwehrsystem des Körpers überempfindlich reagiert. dpa/AZ

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Erdnusshaltige Nahrung kann Babys vor Allergien schützen : Die frühe Gabe von erdnusshaltiger Nahrung bei Babys kann das Risiko einer späteren Erdnussallergie senken. Zu diesem Schluss kommt eine neue US-Richtlinie des "National Institute of Allergy and Infectious Diseases".

Krank? Wann Kinder besser daheim bleiben sollten : Eltern kennen das: An der Arbeitsstelle ist viel los, doch das Kind klagt am Morgen über Bauchweh oder Halsschmerzen. Wann sind Kinder so krank, dass sie zu Hause bleiben müssen? „Letztlich sind die Eltern die Experten“, sagt die Teamleiterin des Bereichs Kinderbetreuung im Landratsamt, Angelika Steinbrecher. Die Frage, wann ein Kind ins Bett gehört oder in die Gruppe kann, sei „ein viel diskutiertes Thema in den Einrichtungen“.

Allergie oder Erkältung? Das ist der feine Unterschied : Die Nase läuft, die Augen jucken - doch woran erkenne ich, ob ich allergisch oder doch nur erkältet bin?

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