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Kopfschuppen
16.05.2016

Bakterien verstärken Schuppen auf dem Kopf

Die Wissenschaftler fanden unter anderem heraus, dass Menschen mit einer geringeren Talgproduktion mehr Schuppen hatten.
Foto: Martin Gerten (dpa)

Kopfschuppen sind lästig. Forscher haben herausgefunden, dass eine bestimmte Bakterienart die Entstehung von Schuppen fördern. Können sie mit diesem Wissen bekämpft werden?

Schuppen sind lästig. Viele Menschen leiden unter diesen Hautteilchen auf der Kopfhaut. Chinesische Forscher fanden nun heraus, dass bestimmte Bakterien auf der Kopfhaut womöglich die Entstehung von Schuppen begünstigen, wie sie nach einer genauen Untersuchung möglicher Einfluss-Faktoren in der Fachzeitschrift Scientific Reports berichten. Durch eine gezielte Beeinflussung dieser Bakterien auf dem Kopf könnten also Schuppen ihrer Meinung nach beseitigt - oder zumindest verringert werden.

Menschen mit geringer Talgproduktion leiden an mehr Schuppen

Die Forscher um Zhijue Xu von der Shanghai Jiao Tong University fanden heraus: Menschen mit einer geringeren Talgproduktion haben offenbar mehr Schuppen. Außerdem war auf der Kopfhaut von Menschen mit Schuppen ein kleinerer Anteil an Propionibakterien zu finden, dafür aber mehr Staphylokokken. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Balance zwischen den beiden für das Ausmaß der Schuppen mitverantwortlich sein könnte. Zwischen Schuppen und Pilzen auf der Kopfhaut fanden die Forscher keinen Zusammenhang.

Die Forscher Hatten insgesamt 59 Männer und Frauen untersucht. Unter ihnen gab es zwei Gruppen, die Schuppen-Geplagten und die Probanden mit weitgehend unproblematischer Kopfhaut. Alle Probanden wurden gebeten, sich vor den Untersuchungen zwei Tage lang nicht die Haare zu waschen. Dann nahmen die Wissenschaftler Wischproben zur Bestimmung der Mikroorganismen und bestimmten die Talg- und Wassermenge an der Kopfhaut.

Schuppen: Talg begünstigt offenbar Wachstum nützlicher Bakterien

Die Forscher gehen davon, dass Talg das Wachstum von Propionibakterien begünstigt. Diese wiederum produzieren Substanzen, die das Wachstum anderer Bakterien - wie zum Beispiel von Staphylokokken - hemmen können. Gelänge es, das Gleichgewicht zwischen den Bakteriengruppen zu beeinflussen - also den Anteil an Propionibakterien zu erhöhen und den von Staphylokokken zu senken - ließe sich das Schuppen-Problem womöglich lösen. dpa/sh

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