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Krankheit

09.01.2020

Krankheit kurz erklärt: Was ist ALS?

Stephen Hawking starb an ALS.
Bild: Paul Hilton, dpa (Archiv)

An ALS sterben viele Betroffene innerhalb weniger Jahre. Aber was passiert eigentlich bei dieser Krankheit?

Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine Krankheit, die für Betroffene schlimme Folgen hat. Sie zerstört nämlich Nerven und führt dazu, dass die Muskeln immer mehr gelähmt werden. Die Betroffenen können sich im Verlauf der Erkrankung nicht mehr bewegen, sie haben Schwierigkeiten beim Schlucken, Sprechen und Atmen. Das Bewusstsein und der Intellekt bleiben aber in der Regel intakt.

ALS: Über Ursachen ist wenig bekannt

Etwa die Hälfte der Patienten stirbt innerhalb der ersten drei Jahre. Nur in Ausnahmefällen leben sie länger als ein Jahrzehnt mit der unheilbaren Krankheit - bei Stephen Hawking war es sogar mehr als ein halbes Jahrhundert. "Es gibt unterschiedliche Formen von ALS", heißt es von der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke in Freiburg. "Bei Stephen Hawking stellte sich heraus, dass er eine extrem seltene, langsam verlaufende Form hatte."   

Die Todesursache ist meist Atemlähmung. Über die genauen Ursachen und Mechanismen der Nervenkrankheit ist wenig bekannt. Die meisten Fälle treten spontan auf, nur bis zu zehn Prozent sind familiär gehäuft.

Krankheit kurz erklärt: Was ist ALS?

Etwa 6000 ALS-Fälle in Deutschland

Am häufigsten erkranken Menschen im Alter von 50 bis 70 Jahren, Männer häufiger als Frauen. In Deutschland gibt es Schätzungen zufolge rund 6000 ALS-Patienten. Auch der Künstler Jörg Immendorff starb 2007 an dieser Nervenkrankheit.

Auch der Initiator der "Ice-Bucket-Challenge" Anthony Senerchia ist mit nur 46 Jahren an ALS gestorben. Mit der Aktion wollte er auf die Krankheit aufmerksam machen. Menschen aus aller Welt nahmen sich einen Eimer, füllten ihn mit Eiswasser und filmten sich dabei, wie sie den Eimer über ihrem Kopf ausleerten. Damit sollte die Paralyse der ALS-Betroffenen simuliert werden. (dpa)

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