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Bedrohte Wildkatze

18.06.2019

Leichter Anstieg: Mindestens 135 Luchse in Deutschland

Ein Luchs in seinem Gehege. Mindestens 135 Luchse sind im vergangenen Jahr durch Deutschlands Wälder gestreift.
Bild: Andreas Arnold (dpa)

Noch sind die Populationszahlen im roten Bereich, aber es gibt kleinen Grund zur Hoffnung: Der Luchsbestand in Deutschland wächst.

Mindestens 135 Luchse sind im vergangenen Jahr durch Deutschlands Wälder gestreift. Das geht aus einer Erhebung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) hervor. Demnach wurden 43 Jungtiere und 85 ältere Luchse gezählt. Bei sieben weiteren Tieren konnte das Alter nicht bestimmt werden.

Für den Vorjahreszeitraum hatte das Amt noch insgesamt 114 Tiere gezählt. Derzeit gibt es in Deutschland zwei größere Bestände: Eine Population lebt in Ostbayern, eine zweite erstreckt sich vom Harz bis nach Nordhessen und Nordrhein-Westfalen. In Rheinland-Pfalz wurde eine dritte Population angesiedelt, hier wiesen die Luchsbeauftragten erstmals zwei Jungtiere nach.

In weiteren Bundesländern sind einzelne Luchs-Männchen unterwegs - meistens fehlen aber die Weibchen, die laut BfN größere Distanzen und insbesondere die Querung ungeeigneter Lebensräume oft meiden. BfN-Präsidentin Beate Jessel beschrieb den Erhaltungszustand der Tiere weiterhin als kritisch. "Vor allem durch die Zerschneidung von Lebensräumen und durch illegale Tötungen ist die Art hierzulande nach wie vor stark gefährdet." Hinzu komme, dass sich nur wenige Luchse tatsächlich fortpflanzten.

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Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) begrüßte die gestiegenen Zahlen, fordert aber größere Anstrengungen. "Wir brauchen endlich eine bessere Vernetzung der Luchsvorkommen in Deutschland", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Dazu müssten unter anderem mehr Querungshilfen über Straßen geschaffen werden. Außerdem seien illegale Tötungen konsequent zu verfolgen. (dpa)

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