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"Landung bestätigt"

28.11.2018

Nasa-Roboter "InSight" Marslandung geglückt

So stellt sich die Nasa den Landeanflug von «InSight» kurz vor dem Aufsetzen vor. Foto: NASA/JPL-Caltech
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So stellt sich die Nasa den Landeanflug von «InSight» kurz vor dem Aufsetzen vor.
Bild: Nasa/ JPL-Caltech, dpa

Der Nasa-Roboter "InSight" hat seine Landung auf dem Mars mit Bravour gemeistert. Mit an Bord ist ein deutscher "Marsmaulwurf". Ersten Anzeichen nach funktioniert "InSight" bestens.

"Landung bestätigt", klang es aus den Lautsprechern im Kontrollzentrum der Nasa im kalifornischen Pasadena. Denn nach siebenmonatiger Reise und einer Strecke von rund 485 Millionen Kilometern hat "Insight" sein Ziel erreicht: Den roten Planeten Mars. Der Roboter der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde landete am Montag erfolgreich auf der Ebene Elysium Planitia nördlich des Mars-Äquators.

Viele Mitarbeiter der Nasa waren passenderweise in dunkelroten Hemden gekleidet und brachen in Jubel, Umarmungen und Freudentränen aus. "Was ein wunderbarer Tag für die Nasa", sagte der Chef der US-Raumfahrtbehörde, Jim Bridenstine, der im Kontrollzentrum dabei war. "Es war so intensiv, man konnte die Emotionen fühlen." Kurz nach der Landung gratulierte ihm auch US-Vizepräsident Mike Pence per Telefon. Per Kurznachrichtendienst Twitter würdigte Pence die Landung als "unglaublichen Meilenstein".

Nasa-Roboter "Insight" scheint zu funktionieren

Kurz nach der Landung schickte "Insight" sein erstes staubiges Foto vom Mars. Darauf ist ein Stück der Oberfläche des roten Planeten und des Horizonts zu sehen. Eine weitere frohe Botschaft, wurde in der Nacht zum Dienstag vom "Insight"-Team bestätigt.

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Denn die Sonnensegel des Roboters seien wie geplant ausgefahren und sind somit bereit, per Solarenergie die Batterien von "Insight" aufzuladen. Die entsprechenden Signale empfingen die Forscher von der "Odyssey"-Sonde, die auch zwei Bilder der Landestelle zur Erde sendete. Ob "InSight" ("Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport") tatsächlich voll funktionsfähig ist, wird sich in den kommenden Tagen herausstellen.

Die für einen Funktionstest ausgefahrenen Solarmodule eines «InSight»-Landefahrzeugs.
Bild: Nasa/JPL-Caltech/Lockheed Martin, dpa

In einem äußerst komplizierten Manöver war der Roboter nach dem Eintritt in die Mars-Atmosphäre von Bremsraketen und einem Fallschirm abgesenkt worden. "Wir sind mit einer Geschwindigkeit von 19.800 Kilometern pro Stunde auf die Mars-Atmosphäre getroffen und die ganze Sequenz bis zur Landung dauerte dann nur sechseinhalb Minuten", sagte Nasa-Manager Tom Hoffman. "Während dieser kurzen Zeitspanne musste "InSight" selbstständig dutzende Handlungen vornehmen und das fehlerlos - und es scheint so, als wäre genau das passiert."

Deutsches Gerät mit "Insight" auf dem Mars

Der Roboter ist nicht alleine unterwegs. Er ist mit zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten bestückt, die dem Roboter dabei helfen sollen den Mars zu untersuchen. Genauer soll "Insight" mehr über den Aufbau des Planeten und die Dynamik unter seiner Oberfläche in Erfahrung bringen. Die nächste Aufgabe der Nasa ist die Suche nach passenden Standorten für die mitgebrachten Messgeräte im direkten Umfeld des Landers. Dafür wurde  ein Roboterarm konzipiert, der die Geräte dann an die optimale Position legt.

Unter den Instrumenten ist auch ein in Deutschland entwickelter Roboter mit dabei.  Es ist eine Art Mars-Maulwurf, der sich in den Boden hämmern soll. Der Roboter mit dem offiziellen Namen HP3 ("Heat Flow and Physical Properties Package") wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt. Das 40 Zentimeter lange, spitz zulaufende Gerät wird bis in fünf Meter Tiefe vordringen und dort den Wärmefluss messen. "Die Landung war aufregend, aber jetzt freue ich mich auf das Bohren", sagte Nasa-Forscher Bruce Banerdt. Die insgesamt rund 650 Millionen Euro teure "InSight"-Mission ist auf zwei Jahre angelegt.

Bei der Arbeit: Die Computer-Visualisierung zeigt den Lander «InSight» bei einer Probebohrung auf dem Mars.
Bild: Nasa, dpa

Anders als bei vorangegangenen Mars-Missionen wird "Insight" das Gebiet nur vom Boden aus erkunden. Der 360 Kilogramm schwere Roboter kann nicht rollen, sondern bleibt an einem Ort. Der Landeplatz liegt in einer Region, die weitgehend eben und frei von größeren Steinen und Felsen ist.

Die letzte Mars-Mission der Nasa fand 2012 mit dem Rover "Curiosity" statt. Mit "InSight" brachte die Nasa nun bereits zum achten Mal einen Roboter erfolgreich auf den Mars. Landungen auf dem Roten Planeten gelten als extrem schwierig - nur rund 40 Prozent aller bisher weltweit gestarteten Mars-Missionen waren erfolgreich. 2016 war etwa die Sonde "Schiaparelli" der europäischen Raumfahrtagentur Esa infolge eines Computerfehlers beim Landeanflug abgestürzt. (dpa)

Video der InSight-Landestelle vom DLR

 

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