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03.12.2012

Mehr als 121.000 HIV-Neuansteckungen in Europa

Mehr als 121.000 HIV-Neuansteckungen in Europa: Mehr als 121.000 HIV-Neuinfektionen in Europa: In den Ländern der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) wurde dabei im Vergleich eine leichte Zunahme der Neuinfektionen auf rund 28.000 verzeichnet, teilten das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit.
Bild: Jens Kalaene

In Europa sind 2011 mehr als 121.000 neue Infektionen mit dem Aids-Erreger HIV gemeldet worden - rund 3000 mehr als im Jahr zuvor.

Mehr als 121.000 HIV-Neuinfektionen in Europa: In den Ländern der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) wurde dabei im Vergleich eine leichte Zunahme der Neuinfektionen auf rund 28.000 verzeichnet, teilten das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit.

WHO fordert mehr Mittel im Osten

Der Anstieg zeige, dass "der Kampf gegen die fortgesetzte Übertragung von HIV auch in Zeiten strenger Budgetdisziplin von großer Bedeutung" auch für Europa sei, erklärten die Organisationen aus Anlass des Welt-Aids-Tages (1. Dezember). Im Gegensatz zu vielen anderen Teilen der Welt, wo die Zahl der Neuinfektionen rückläufig sei, steige sie in Europa, vor allem in Ost- und Zentraleuropa.

Mehr als 121.000 HIV-Neuinfektionen in Europa

"Die globale Finanzkrise stellt die Investitionsbereitschaft der Regierungen für einen besseren Zugang zu bewährten Maßnahmen gegen HIV/Aids wie Prävention, Test und Behandlung auf die Probe", sagte die WHO-Regionaldirektorin für Europa Zsuzsanna Jakab. So erhalte in Osteuropa nur jeder vierte Patient eine antiretrovirale Therapie.

Osteuropa: Nur jeder Vierte bekommt antiretrovirale Therapie

Vor allem im Osten der 53 Länder umfassenden WHO-Region Europa müssten mehr Mittel bereitgestellt werden. "Jeder für die HIV-Bekämpfung eingesetzte Euro amortisiert sich schon durch die Einsparung der Behandlungskosten, ganz zu schweigen vom gesellschaftlichen Nutzen, der im Erhalt von Gesundheit und Produktivität der Menschen liegt", sagte die WHO-Regionaldirektorin. (dpa, AZ)

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