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HIV und Aids

26.05.2015

Mit Buddy Ängste bewältigen: Neues Projekt hilft HIV-Positiven

"Sprungbrett"-Leiterin Heike Gronski berät HIV-Positive. Das Projekt vermittelt "frisch" HIV-positiv Getestete an Menschen, die schon länger mit der Infektion leben.
Bild: Sonja Marzoner (dpa)

Ein neues Projekt soll Menschen mit HIV oder Aids eine Möglichkeit zum Austausch bieten und dabei die Lücke zwischen professioneller Beratung und Selbsthilfegruppen schließen.

Die Deutsche AIDS-Hilfe hat in mehreren deutschen Großstädten ein neues Projekt für Menschen mit HIV oder Aids gestartet. Mit "Sprungbrett" gibt es eine Möglichkeit des Erfahrungsaustauschs und der Lebensberatung, die zwischen Selbsthilfegruppen und professioneller Hilfe angesiedelt ist. Oftmals brauchen  Menschen, die erst seit kurzem von ihrer Infektion wissen, einen konkreten Ansprechpartner, der ihre Gefühle versteht. Das wird bei "Sprungbrett" mit sogenannten Buddys gewährleistet.

Leben mit HIV: Buddys sollen Stigmatisierung nehmen

Die Buddys von "Sprungbrett" sollen HIV-Positiven die ersten Schritte im Leben mit der Krankheit erleichtern. Neuinfizierte können auf der Seite www.sprungbrett.hiv einen Buddy suchen, einen Freund, der selbst mit HIV lebt und bei der Beantwortung vieler Fragen helfen kann. Die Buddys werden für diese beratende Funktion von der Deutschen AIDS-Hilfe geschult. Dabei ist es wichtig, dass ein authentisches Bild von dem Leben mit HIV aufgezeigt und neue Perspektiven entwickelt werden.

Die Buddys von "Sprungbrett" sollen laut Projektleiterin Heike Gronski zuhören und ihre eigene Geschichte erzählen. HIV-Neuinfizierte können einen Buddy anschreiben oder anrufen und sich mit ihm treffen. "Wir wollen, dass die Neuinfizierten jemandem gegenübersitzen, der selbstverständlich und selbstbewusst mit seiner Infektion umgeht, und ihnen damit die verinnerlichte Stigmatisierung nimmt", erklärt Gronski. Viele HIV-Positive machten sich selbst Vorwürfe und leiden unter Schuldgefühlen. dpa/sh

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