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Erkältung vorbeugen

08.12.2016

Mit diesen Lebensmitteln stärken Sie die Abwehrkräfte

Brokkoli schmeckt als Gemüse-Beilage. Er eignet sich aber auch für Salat und Wok-Gemüse. Das Gemüse kann die Abwehrkräfte stärken.
Bild: Caroline Seidel (dpa)

Eine gesunde Ernährung ist vor allem im Winter wichtig. Denn bestimmte Lebensmittel stärken die Abwehrkräften. Der Erkältung oder Grippe kann somit vorgebeugt werden.

Eine Grippe oder Erkältung hat niemand gerne. Gerade im Winter ist das Risiko aber hoch, sich eine solche einzufangen. Zur Vorbeugung solcher im Winter drohenden Infekte ist eine ausgewogene Ernährung wichtig. Damit die Abwehrkräfte stark sind, benötigt der Körper viel Vitamin C. Das heißt: Man sollte täglich drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst zu sich nehmen. Denn sie zählen zu den besten Vitamin-C-Lieferanten, wie Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sagt.

Wer einer Erkältung vorbeugen will, sollte sich zudem regelmäßig an der frischen Luft bewegen, sich häufig die Hände waschen und ausreichend lange schlafen.

Erkältung vorbeugen: Diese Lebensmittel stärken die Abwehrkräfte

BROKKOLI: Das grüne Gemüse ist sehr vitaminreich. "Roh verzehrt decken 100 Gramm Brokkoli schon etwa den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C in Höhe von 100 Milligramm", erklärt Gabriele Graf von der Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf. Daneben enthält Brokkoli auch einige B-Vitamine sowie Eisen und andere Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Zink. 

APFELSINEN: "In Apfelsine und Apfelsinensaft sind nahezu identische Mengen an Vitamin C enthalten", weiß Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik. Mit einem 200-Milliliter-Glas Apfelsinensaft ist der tägliche Bedarf an Vitamin C schon gedeckt. "Man muss aber nicht jeden Tag Saft trinken", sagt Graf. Besser sei es, auf Ausgewogenheit und Abwechslung zu setzen. "Vitamin C steckt beispielsweise auch in Paprika und Petersilie", so die Ernährungsexpertin.

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Gestärkte Abwehrkräfte - dank Brokkoli, Apfelsine und Mandel

CHICORÉE: Neben Vitamin C enthält Chicorée auch Mineralstoffe sowie Inulin, einen löslichen Ballaststoff, der bei der Vorbeugung gegen Darmerkrankungen eine Rolle spielt. Chicorée ist auch ein Carotin-Lieferant. "Beta-Carotin, Vitamin C und Vitamin E sind sogenannte antioxidative Vitamine, die den Körper vor freien Radikalen schützen und somit das Immunsystem stärken können", sagt Gahl.

KNOBLAUCH: Die Knolle enthält wichtige bioaktive Stoffe - das sind Substanzen, die keinen Nährstoffcharakter haben, aber als gesundheitsfördernd gelten. Knoblauch ist gut für Blut, Herz und Gefäße. Zu den bioaktiven Stoffen im Knoblauch zählt unter anderem Allicin. Der Stoff fängt freie Radikale ab und sorgt dafür, dass Zellmembrane im Körper keinen Schaden nehmen.

ÄPFEL: Die in Äpfeln befindlichen Pektine gehören zu den löslichen Ballaststoffen, die unter anderem satt machen und verdauungsfördernd wirken - auch wer für eine gute Verdauung sorgt, stärkt seine Abwehrkräfte. Äpfel enthalten etwa 12 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm und Mineralstoffe wie Kalium, das eine zentrale Aufgabe im Nerven- und Muskelstoffwechsel hat.

Durch eine gute Ernährung gesund durch den Winter - ohne Erkältung

MANDELN: In Mandeln sind "wertvolle Fette, Vitamine und Mineralstoffe enthalten", sagt Morlo. Auch sind sie reich an Vitamin B2 und E. Vitamin E bewahre den Organismus vor freien Radikalen, erläutert Gahl. Pro 100 Gramm Mandeln sind 26 Milligramm Vitamin E enthalten. Das Vitamin B2 spielt eine wichtige Rolle unter anderem bei der Abwehr von Krankheiten. Paprika ist eine wahre Vitamin-C-Bombe

WAS SONST NOCH WICHTIG IST: Gegen Erkältungsviren hilft es laut Gahl wenig, Vitamin C und Zink als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. "Die Wirkung von solchen Präparaten zur Vorbeugung oder Heilung von Infekten ist wissenschaftlich nicht erwiesen." Für eine gesunde Ernährung sind Erdbeeren, Pfirsiche und andere im Winter aus Übersee importierte Früchte nicht wichtig, wie Morlo erklärt: "Je länger Obst bis zum Verzehr liegt - und das bleibt bei den langen Anfahrtswegen mitunter nicht aus - umso geringer ist der Vitamingehalt." Von Sabine Meuter, dpa

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