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Welt-Hepatitis-Tag

25.07.2016

Neue Hepatitis-C-Medikamente sind offenbar wirksam

Computerbild der Pharma-Firma Novartis zeigt die schematische Darstellung eines Hepatitis-C-Virus.
Bild: Novartis (dpa), Archiv

Die Deutsche Leberstiftung hat mit Hilfe des Deutschen Hepatitis-C-Registers herausgefunden, dass neue Medikament wirken. Was hinter dem Register steckt.

Kurz vor dem diesjährigen Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli teilt die Deutsche Leberstiftung mit, dass die neuen, direkt antiviral wirkenden Medikamente zur Behandlung der chronischen Hepatitis C wirksam und sicher sind. Das hätten weitere Auswertungen aus dem Deutschen Hepatitis-C-Register gezeigt.

Hepatitis-C-Register beinhaltet Daten von über 9400 Patienten

Seit Anfang 2014 sind in Deutschland neue Medikamente zugelassen, um die Krankheit zu behandeln. Um die Wirksamkeit dieser zu überprüfen und dadurch die Behandlung der chronischen Hepatitis C zu verbessern, wurde das „Deutsche Hepatitis-C-Register“ gestartet. Darin sind die Daten von über 9400 Patienten gespeichert. Es werden darin Daten erfasst wie zum Beispiel die Dauer der Medikamentengabe und die Ausheilungsraten. Die Daten werden ausgewertet und zeigen dadurch nicht nur, ob ein Medikament wirksam ist oder nicht, sondern auch, wie lange ein Patient es nehmen sollte bis sich eine Besserung einstellt. Das Register wird von der Leberstiftungs-GmbH Deutschland in Kooperation mit dem Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e. V. (bng) geführt. Es wird durch verschiedene Arzneimittelhersteller finanziell unterstützt.

Aus dem Register geht auch hervor, dass die neuen Medikamente auch bei der Behandlung von älteren Menschen und Patienten mit einer fortgeschrittenen Leberzirrhose wirksam und sicher sind, heißt es in der Mitteilung der Deutschen Leberstiftung weiter. Das Register trage eine enorme Wichtigkeit für die Behandlung von Patienten mit einer Hepatitis C. Es ist eines der weltweit größten Register zu Hepatitis-C.

Sie stehen auf der Liste der Todesursachen ganz oben. An Pneumonie sterben jährlich nahezu 4 Millionen Menschen, vorwiegend Kinder. Die Lungenentzündung ist damit trauriger Spitzenreiter der Krankheiten, die die meisten Todesopfer fordern.
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Die gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt
Bild: Archiv

Welt-Hepatitis-Tag 2016: Hepatitis B und C stehen im Fokus

Hepatitis B und C stehen beim diesjährigen Welt-Hepatitis-Tag im Fokus. Beide Typen bergen das Risiko einer chronischen Erkrankung. Hepatitis B und C beträfen in Deutschland Hunderttausende, heißt es bei der Leberhilfe. Allein für diese beiden Viren wurden 2015 rund 8670 Neudiagnosen in Deutschland erfasst. Das Problem ist, dass es oft keine neuen Infektionen sind. Viele Patienten leben schon Jahre damit und wissen oft nichts davon. Denn die Leber leidet stumm. Zu einer Gelbsucht als sichtbarer Reaktion kommt es bei einer Virushepatitis nicht immer.

Für Hepatitis C gibt es keine Schutzimpfung. Dieses Virus ist besonders tückisch, weil es sich immer wieder verändert. Selbst eine durchgemachte Erkrankung biete laut Angaben von Ärzten deshalb keinen Immunschutz. cch/dpa

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