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"Osiris Rex"-Mission
09.09.2016

Sonde "Osiris Rex" gestartet: Wie gefährlich ist Asteroid Bennu?

Die Rakete Atlas V beim Start von Cape Canaveral.
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Die Rakete Atlas V beim Start von Cape Canaveral.
Foto: NASA/Joel Kowsky/dpa

Der Asteroid "Bennu" könnte eine Gefahr für die Erde darstellen. Deshalb soll er nun untersucht werden. Die Sonde "Osiris Rex" ist gestern aufgebrochen, um Proben zu sammeln.

In 150 Jahren könnte Bennu der Erde gefährlich nahe kommen. Der Asteroid mit einem Durchmesser von 500 Metern wird von der NASA als einer der gefährlichsten Himmelskörper angesehen. Auch wenn das Risiko nicht besonders hoch ist, soll eine Probe nun genauere Daten liefern. Auf diese Mission ist die Sonde "Osiris Rex" am Donnerstagabend (Ortszeit) abgehoben.

"Alles ist glatt gelaufen", sagte Nasa-Manager Tim Dunn nach dem Abheben der etwa 19 Gebäudestockwerke großen "Atlas"-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral. "Perfektes Wetter, perfekter Start - ein Traum für einen Raketenstart-Manager." Ohne jede Komplikation und unter strahlend blauem Himmel war Osiris Rex als erster US-amerikanischer Flugkörper zu einem Asteroiden aufgebrochen.

Sonde Osiris Rex startet zum Asteroiden Bennu: "Ein Meilenstein"

Rund eine Stunde nach dem Start löste sich Osiris Rex dann hoch im Weltall über der Westküste Australiens auch erfolgreich von seinem Transporter. "Die Sonde funktioniert selbstständig und wir kommunizieren mit ihr", freute sich Nasa-Manager Geoffrey Yoder. "Alles funktioniert, das ist ein großartiger Tag für die Raumfahrt." Nasa-Chef Charles Bolden spricht von einem "Meilenstein". 

Mehr als 650 Millionen Kilometer muss Osiris Rex (die Abkürzung steht für: "Origins, Spectral Interpretation, Resource Identification, Security-Regolith Explorer") nun zurücklegen, um den Asteroiden Bennu zu erreichen. 2018 soll es soweit sein. 

Die Illustration zeigt, wie es aussehen könnte, wenn die Sonde Osiris Rex auf den Asteroiden Bennu trifft.
Foto: NASA·s Goddard Space Flight Center/Conceptual Image Lab/dpa

Osiris Rex-Mission soll Erkenntnisse über Entstehung des Sonnensystems liefern

2020 soll die etwa sechs Meter lange und 2100 Kilogramm schwere Sonde sich Bennu dann soweit nähern, dass sie eine Probe von mindestens 60 und bis zu 2000 Gramm aufsaugen kann. 2023 soll eine Kapsel mit der Probe zur Erde zurückkehren. Mit fünf wissenschaftlichen Instrumenten und Kameras soll die vom US-Unternehmen Lockheed Martin gebaute Sonde "Osiris Rex" Bennu ausgiebig untersuchen. Von der rund eine Milliarde Dollar teuren Mission erhoffen sich die Nasa-Wissenschaftler Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems. 

"Der Start war schon einmal großartig", sagte Nasa-Manager James Garvin. "Die Mission ist so aufregend - manche sagen, Bennu ist besser als Beyoncé. Aber bislang haben wir noch gar nichts gesehen. Wir müssen ja noch einen ganzen Asteroiden analysieren. Macht euch bereit!"

Bereits 2005 war die japanische Raumsonde "Hayabusa" auf einem solchen Himmelskörper gelandet und hatte 2010 die ersten je gesammelten Bodenproben eines Asteroiden zur Erde gebracht. AZ/dpa

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