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Klimawandel

14.04.2014

Ozonloch über dem Nordpol nicht so schlimm wie über Antarktis

Das Ozonloch über dem Nordpol ist laut einer Studie kleiner, als das über der Antarktis
Bild: Nasa Goddard Space Flight Center

Das Ozonloch über der Arktis ist noch nicht so groß wie das über der Antarktis. Der für die Erde wichtige Schutzschirm erholt sich langsam - dank internationaler Gegenmaßnahmen.

Die Ozonlöcher über der Arktis sind bei  weitem nicht so schlimm wie jene über der Antarktis. Diese  Erkenntnis haben Forscher der US-Eliteuniversität Massachusetts  Institute of Technology (MIT) nun anhand neuen Datenmaterials  bestätigt.

Die Ozonkonzentration über der Nordpolregion sei bislang  nicht auf die die extremen Tiefstwerte wie über der Antarktis  gesunken, schreiben sie in einem Papier, das in der Fachzeitschrift  "Proceedings of the National Academy of Science" veröffentlicht  wurde. Das sei auch ein Resultat der erfolgreichen internationalen  Gegenmaßnahmen.

Fluorkohlenwasserstoffe verantwortlich für Ozonschwund

Die Ozonschicht in der Erdatmosphäre wird durch  Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) angegriffen, die vom Menschen  früher massenhaft freigesetzt wurden. FCKW wurde als Kühlmittel etwa in Kühlschränken  oder als Treibmittel in Sprühdosen verwendet.

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Es steigt in die  höheren Schichten der Atmosphäre, wo es durch Sonnenlicht in  chemisch äußerst aktive Halogene wie Chlor aufgespalten wird. Diese  zerstören das Ozon, das die Erdoberfläche vor der schädlichen  UV-Strahlung der Sonne schützt.

Südpol wesentlich stärker vom Ozonschwund betroffen als der Nordpol

Es ist seit langem bekannt,  dass dieser Effekt über dem Südpol weitaus stärker ist als über dem  Nordpol.

Das liegt daran, dass die Temperaturen am Südpol niedriger  sind. In sehr kalten Jahren kann die Ausdünnung der Ozonschicht  aber auch über der Arktis zunehmen. Das war etwa 2011 der Fall.  Danach besserte sich die Lage allerdings wieder.

Selbst in den kältesten Jahren unterscheide sich das Ozonloch über  dem Nordpol "sehr" von dem über dem Südpol, erläutern die Forscher.  "Wir können nicht mit Sicherheit sagen, dass es über der Arktis in  einem außergewöhnlich kalten Winter nicht zu extremen  Ozon-Verlusten kommen wird. Aber bisher ist alles gut." Für ihre  Studie hatten die Wissenschaftler die Daten von Satelliten und  Ballons aus dem Herzen der Ozonschicht über beiden Polen  ausgewertet.

Ozonschicht erholt sich

Das Team um die MIT-Wissenschaftlerin Susan Solomon verwies auf die  Fortschritte beim Kampf gegen das Ozonloch als einen Grund für  "Optimismus". 1989 war das "Montrealer Protokoll" in Kraft  getreten, in dem sich Staaten weltweit dazu verpflichteten, FCKW zu  ersetzen. In den vergangenen Jahren stellten Wissenschaftler ein  Absinken der Konzentrationen dieser Chemikalien sowie erste  Anzeichen für eine Erholung der Ozonschicht fest. (AZ/dpa)

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