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Patientensteuerung
16.06.2016

Hausärzte können unnötige Belastung von Fachärzten verhindern

Sprechzimmer in einer Hausarztpraxis. Welche Vorteile hat die Patientensteuerung?
Foto: Daniel Karmann/Illustration (dpa)

Die AOK-Baden-Württemberg hat in einer Studie festgestellt, dass eine Patientensteuerung durch Hausärzte unnötige Facharzt- und Krankenhausbesuche vermeiden kann.

Im Rahmen des Modells der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV), das seit 2008 in Baden-Württemberg mit rund 4.000 Haus- und Kinderärzten und mehr als 1.500 Fachärzten läuft, konnten Studien der Universitäten Frankfurt und Heidelberg zufolge bei Herzpatienten pro Jahr 3.900 Krankenhauseinweisungen vermieden werden. Schwerwiegende Komplikationen konnten durch Patientensteuerung von Hausärzten verhindert werden, Diabetikern blieben schwerwiegende Komplikationen erspart.

Persönliche Betreuung durch Hausärzte bietet Entlastung

"Hausarztverträge verbessern die medizinische Versorgung, stärken die Rolle des Hausarztes als Gesundheitslotse und tragen zu einer spürbaren finanziellen Entlastung bei, indem Über-, Fehl- und Unterversorgung systematisch abgebaut werden", fassten die beiden Leiter Ferdinand Gerlach (Frankfurt/Main), und Joachim Szecsenyi (Heidelberg) die Ergebnisse der Studie zusammen. Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sieht die Notwendigkeit einer besseren Patientensteuerung. dpa/sh

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