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Krebs-Studie

05.09.2018

Prävention: 165.000 Krebserkrankungen sollen jährlich vermeidbar sein

Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum könnten sich von fünf Krebserkrankungen etwa zwei durch einen gesunden Lebenstil verhindern lassen.
Bild: Christin Klose, dpa (Symbolbild)

Etliche Krebs-Neuerkrankungen könnten einer Studie zufolge vermieden werden. Allein das Rauchen verursachte wohl 85.000 neue Krebsfälle in diesem Jahr.

Fast jede fünfte neu diagnostizierte Krebserkrankung in diesem Jahr wird nach Hochrechnungen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) auf das Rauchen zurückzuführen sein. Von 440.000 zu erwartenden Neuerkrankungen hängen demnach geschätzt 85.000 mit Tabakkonsum zusammen. Das geht aus Analysen hervor, die die Wissenschaftler im Deutschen Ärzteblatt vorstellen.

Die DKFZ-Fachleute haben sich dazu mit Risikofaktoren für Krebs befasst. Eine Studie widmet sich Rauchen und Alkohol, die zweite Übergewicht, geringer körperlicher Aktivität und ungesunder Ernährung. In einer dritten Untersuchung geht es um den Einfluss von Infektionen und Umweltfaktoren wie Feinstaub. 

Krebs: Rauchen sorgt für den Großteil der vermeidbaren Neuerkrankungen

Von 440.000 erwarteten Krebsneuerkrankungen in diesem Jahr bei 35- bis 84-Jährigen sind demnach rund 165.000 (37,4 Prozent) den untersuchten Risikofaktoren zuzuschreiben. Von fünf Krebserkrankungen hätten sich also etwa zwei mit einem gesünderen Lebensstil verhindern lassen. Auf Tabakkonsum geht nach den Erkenntnissen der Forscher der Großteil der vermeidbaren Fälle zurück. 

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Die Forscher nutzten für ihre Schätzwerte das Konzept der populationsattributablen Fraktion (PAF) für Risikofaktoren. Die PAF ergibt sich demnach aus dem Verhältnis von Erkrankungsfällen, die dem entsprechenden Risikofaktor zugeschrieben werden können, zu allen Fällen in der Bevölkerung. Die Zahlen und Anteile der durch die Faktoren bedingten Neuerkrankungen in Deutschland wurden für 2018 geschätzt.

Auch E-Zigaretten erhöhen wohl das Risiko an Krebs zu erkranken

Nach Auskunft der World Health Organisation (WHO) ist Tabakkonsum nach Bluthochdruck der zweithäufigste Grund für Herzerkrankungen. E-Zigaretten enthalten zwar weniger Giftstoffe, können laut WHO aber auch zu Herzkrankheiten beitrage n.

Auch bei E-Zigaretten verengen sich beim Nutzer die Arterien, Herzschlag und Blutdruck steigen an. "Die Langzeitfolgen sind noch unbekannt, aber es wird davon ausgegangen, dass (E-Zigaretten) das Risiko für chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, Lungenkrebs und möglicherweise Herzerkrankungen erhöhen", so die WHO. (dpa)

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