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Giftspinne

02.12.2019

Schwarze Witwe ist giftig: Biss kann auch Menschen töten

So sieht die Schwarze Witwe aus. Es gibt viele verschiedene Arten der Giftspinne, auch eine mediterrane, die in Europa lebt.
Bild: Archiv

Die Schwarze Witwe ist mit gerade einmal 1,5 Zentimetern kleiner als eine Büroklammer. Und doch kann ein Biss der Giftspinne schlimm enden.

Zu Spinnen gibt es zwei Standardaussagen: „Die tut doch nichts“ oder „Die hat mehr Angst vor dir, als du vor ihr“. Das mag stimmen, aber diese kleine Achtbeinerin kann einen Erwachsenen sogar lähmen, wenn sie zubeißt: die Schwarze Witwe.

Meistens taucht sie im Südosten der Vereinigten Staaten von Amerika auf, sogar bis nach Mexiko soll sie es geschafft haben. „Latrodectus mactans“ ist der Fachbegriff für das giftige Tierchen. Der Körper des Weibchens wird etwa 1,5 Zentimeter groß. Also kleiner als eine Büroklammer. Mit Beinen kann die Spinne allerdings bis zu vier Zentimeter lang werden.

Die Schwarze Witwe ist giftig

Die männlichen Körper sind kürzer: Nur bis zu sieben Millimeter. Auffällig an der Spinne ist natürlich ihre schwarze Farbe. An ihrem Bauch befindet sich ein roter Fleck in Form einer Sanduhr. Die Männchen haben längere Beine und meistens einen gelb gefärbten Hinterleib. Aber woher hat die Schwarze Witwe ihren Namen und was macht sie so gefährlich?

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Die weibliche Spinne frisst manchmal nach der Paarung das Männchen auf. Deshalb macht sie ihrem Namen alle Ehre. Das ist allerdings nichts Besonderes. Auch die meisten anderen Arten der Webspinnen, zu denen diese gefährliche Achtbeinerin zählt, machen das.

Biss der Schwarzen Witwe kann Menschen töten

Mit ihren Giftklauen kann sie jedoch nicht nur männliche Spinnen töten, sondern im schlimmsten Fall sogar Menschen. Anfangs soll sich der Biss wie ein Nadelstich anfühlen. Das Nervengift spüren die Opfer erst nach etwa einer halben Stunde. Wer gebissen wurde, hat Schmerzen und muss mit Lähmungen, Krämpfen und steigendem Blutdruck kämpfen.

Gefährlich ist das Gift, wenn die betroffene Person angeschlagen oder schwach ist, zum Beispiel für ältere Menschen, Kinder oder Personen, die allergisch reagieren. Die Wunde schwillt an und rötet sich. Das kleine Krabbeltier beißt jedoch nur zu, wenn es sich bedroht fühlt – so wie die meisten Tiere eben. Am liebsten versteckt es sich tagsüber an dunklen, kühlen Orten und krabbelt nur nachts aus dem dicht gewebten Netz.

Mediterrane Schwarze Witwe ist hingegen harmloser

Auch in Europa gibt es eine Verwandte der Spinne, die allerdings ein weniger starkes Gift in sich trägt: Die Mediterrane Schwarze Witwe. Sie kommt in Süd- und Südosteuropa, im Nahen Osten, Nordafrika, wie auch in Zentralasien vor und lebt hauptsächlich in Steppengebieten. Außerdem wurde sie schon in Frankreich, Spanien, Kroatien und Italien gesichtet. Die Körper der weiblichen Tiere sind etwa einen Zentimeter groß. Mit Beinen sind sie also ungefähr so lang, wie ihre amerikanischen Verwandten.

Einen sichtbaren Unterschied gibt es jedoch zwischen den beiden Spinnentieren: Sowohl die Männchen als auch die Weibchen der europäischen Art tragen 13 hell umrandete rote, gelbe oder lila Flecken auf dem Hinterleib. Diese sind in drei Längsreihen angeordnet. Die Spinne kann aber auch ganz schwarz gefärbt sein.

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