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Krankschreibung

16.02.2015

Selbst krankschreiben? Bundesregierung hält nichts von der Idee

Dürften sich Arbeitnehmer selbst krankschreiben, würde das die Ärzte stark entlasten. Doch die Bundesregierung hält nichts von dieser Idee.
Bild: Arno Burgi (dpa)

Dürften sich Arbeitnehmer selbst krankschreiben, würde das die Ärzte stark entlasten. Doch die Bundesregierung hält nichts von dieser Idee.

Kranke Arbeitnehmer gehen oft nur zum Arzt, um ein Attest für die Krankschreibung zu bekommen. Für die Hausärzte sind diese Besuche eine Belastung. Deshalb sollte in Pilotprojekten ein neues Vorgehen zur Krankschreibung getestet werden. Das hatten Forscher jetzt vorgeschlagen.

Wolfram Hermann, Leiter eines Forscherteams der Universität Magdeburg, meinte, dass Hausärzte sich besser um Patienten mit langwierigen Erkrankungen kümmern könnten, wenn die zusätzliche Belastung durch Arztbesuche aufgrund der Attestpflicht wegfallen würde. Deshalb schlugen die Mediziner vor, die Regeln für Krankschreibungen zu lockern. Beschäftigte sollten sich demnach in Zukunft bis zu einer Woche lang selbst krankmelden können.

Die Bundesregierung will die Regeln für Krankschreibungen in Deutschland allerdings nicht ändern. Ein Sprecher des zuständigen Arbeitsministeriums sagte am Montag in Berlin, man halte die Regelung so, "wie sie ist, für angezeigt, sinnvoll und nützlich".

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Die Arbeitgeber sehen ebenfalls keinen Handlungsbedarf. "Die gesetzlichen Regelungen zu Krankschreibungen haben sich in Deutschland insgesamt bewährt", erklärte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). "Sie führen nicht zu unnötigen Arztbesuchen."

34 Prozent aller Berufstätigen in Deutschland ließen sich im ersten Halbjahr 2014 mindestens einmal krankschreiben. dpa/afp

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