1. Startseite
  2. Wissenschaft
  3. So krank sind die Deutschen

Gesundheit

28.05.2013

So krank sind die Deutschen

Eine „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“, abgekürzt DEGS, vom Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin gibt Aufschluss darüber, wie krank die Deutschen tatsächlich sind.
Bild: Patrick Pleul (dpa)

Viele werden von Stoffwechselproblemen geplagt. Insbesondere die Zahl der Diabetiker ist deutlich angewachsen.

Wie ist es um die Gesundheit in Deutschland bestellt, mit welchen Problemen hat die Bevölkerung zu kämpfen, welche Krankheiten machen ihr besonders zu schaffen? Auskunft darüber gibt die repräsentative „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“, abgekürzt DEGS, aus der das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin gestern erste Daten vorgestellt hat. Nachfolgend ein Überblick über einige wichtige Ergebnisse:

Diabetes

7,2 Prozent der erwachsenen Bevölkerung (18 bis 79 Jahre) leiden an einer diagnostizierten Zuckerkrankheit. Ein deutlich geringerer Teil hat einen bislang noch nicht diagnostizierten Diabetes, wie Messwerte aus Laboruntersuchungen zeigen. Mit Blick auf die Entwicklung in den letzten zehn Jahren habe die Zahl der Erwachsenen mit einem diagnostizierten Diabetes um 38 Prozent zugenommen, so das RKI. Etwa ein Drittel dieser Zunahme sei auf die immer älter werdende Bevölkerung und das im Alter steigende Diabetesrisiko zurückzuführen.

Fettstoffwechselstörungen

Rund 65 Prozent aller Männer und Frauen leiden an einer Fettstoffwechselstörung, etwa an einem erhöhten Cholesterinspiegel, so das RKI; viele wissen nicht davon und werden auch nicht medikamentös behandelt.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Starkes Übergewicht (Adipositas)

Adipositas (Fettsucht) erhöht das Risiko für Diabetes und bestimmte Krebsarten. Während sich die Verbreitung von Übergewicht kaum verändert habe, seien vor allem jüngere Menschen heute häufiger adipös als noch vor zehn Jahren, so das RKI. So sei etwa gut jeder Fünfte der 30- bis 39-jährigen Männer fettsüchtig.

Schlaganfälle und Herzinfarkte

Der Studie zufolge haben in Deutschland etwa 2,5 Prozent der Frauen und sieben Prozent der Männer zwischen 40 und 79 Jahren einen Herzinfarkt überlebt. In derselben Altersgruppe hatten ebenfalls 2,5 Prozent der Frauen und 3,3 Prozent der Männer schon einmal einen Schlaganfall.

Allergien

Fast 20 Prozent aller erwachsenen Deutschen leiden derzeit an mindestens einer Allergie, heißt es. Frauen seien generell häufiger betroffen als Männer und Jüngere häufiger als Ältere. Außerdem sind Allergien in den alten Bundesländern weiter verbreitet als in den neuen. Ein hoher sozioökonomischer Status und das Leben in Großstädten erhöhen die Krankheitshäufigkeit.

Muskel-Skeletterkrankungen

Rund 13 Prozent der Frauen und gut drei Prozent der Männer leiden an Osteoporose (Knochenschwund). Frauen sind bei allen Muskel-Skeletterkrankungen, auch bei Arthrose und Rheumatoider Arthritis, häufiger betroffen als Männer. Für ältere Menschen spielen diese Erkrankungen eine bedeutende Rolle, so das RKI.

Stress, Schlafstörungen, Burn-out

Mehr als jeder zehnte Deutsche ist stark stressbelastet, Frauen häufiger als Männer. Chronisch Stressbelastete haben wiederum öfter depressive Symptome, ein Burn-out-Syndrom oder einen gestörten Schlaf. Rund ein Drittel der befragten Erwachsenen hatte in den vier Wochen vor der Befragung klinisch relevante Ein- und Durchschlafstörungen.

Fotolia_34238313_Subscription_XXL.jpg
6 Bilder
Die sechs größten Erkältungsmythen
Bild: Fotolia
Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Das Videostandbild zeigt einen Teil eines Korallenriffes in der Adria vor der italienischen Stadt Monopoli. Foto: Cataldo Pierri/Universita degli Studi di Bari
Erstes seiner Art

Korallenriff im Mittelmeer vor Italien

ad__pluspaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live, aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Plus+ Paket ansehen