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Kampf den Klinikkeimen

25.03.2015

So will Gröhe multiresistente Krankenhauskeime besiegen

Die große Zahl schwerer Infektionen durch resistente Klinikkeime beunruhigt Patienten wie Mediziner.
Bild: Bernd Wüstneck/Archiv (dpa)

Viele Infektionen in Krankenhäusern sind durch multiresistente Keime ausgelöst worden. Den Klinikkeimen will Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe nun ein Ende bereiten.

Gefährliche Krankenhauskeime können zum echten Problem werden. Die multiresistenten Keime lassen sich mit Antibiotika meist nicht behandeln - jährlich sterben 10.000 bis 15.000 Menschen an Infektionen mit solchen Klinikkeimen. "Das darf in unserem Land nicht sein", findet Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Er will eine neue Meldepflicht initiieren, mehr Fortbildungen und eine bessere Forschung zu den multiresistenten Klinikkeimen auslösen.

Eine erste Maßnahme gegen die gefährlichen Keime ist ein neuer Zehn-Punkte-Plan. Die verschärften Regelungen zur Meldepflicht will Gröhe noch vor der Sommerpause vor den Bundesrat bringen. Dann müsse zukünftig auch jeder Erreger, der nachgewiesen werden konnte, gemeldet werden. Auf Ebene der Kliniken soll den Krankenhauskeimen entgegengewirkt werden, indem entsprechend ausgebildetes Personal eingestellt wird. Regelmäßige Fortbildungen sollen Medizinern und Pflegern in Kliniken und Praxen helfen.

Neue Maßnahmen sollen Klinikkeime reduzieren

Schon 2011 wurden neue Hygieneregeln verabschiedet, um die Verbreitung der multiresistenten Klinikkeime einzudämmen. Wenn diese Regeln umgesetzt werden, kann die Zahl der Infektionen auch verringert werden, so Gröhe. Außerdem müsse die Pharmaindustrie weiter an der Entwicklung neuer Produkte forschen, die die Keime unschädlich machen können. Die Resistenzen der gefährlichen Keime kommen einerseits von dem Einsatz von Antibiotika in der Tiermast, andererseits von der übermäßigen - und oft falschen - Verabreichung von Antibiotika bei Patienten. dpa/sh

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