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Sport bei Erkältung
03.01.2020

Wie gefährlich ist Sport bei Erkältung oder Grippe?

Trotz Erkältung Sport treiben? Was als Vorbeugung hilft, ist im Krankheitsfall nicht unbedingt zu empfehlen.
Foto: Martin Gerten, dpa (Symbolbild)

Auf Sport sollte bei Erkältung oder Grippe besser verzichtet werden. Mediziner warnen: Training bei Krankheit kann das Herz schädigen.

Das winterliche Wetter mit Kälte und Nässe sorgt jedes Jahr erneut für Erkältungswellen. Zwar wird immer wieder betont, dass solche Infekte stets auskuriert werden sollten - doch gerade Sportlern fällt es schwer, lange die Füße still zu halten und auf das regelmäßige Training zu verzichten. Das kann für die Gesundheit gefährlich sein, warnt Folker Haase, Sportwissenschaftler bei der Techniker Krankenkasse (TK), in einer Pressemitteilung der TK.

Sport bei Erkältung: Training kann gefährlich sein

Haase empfiehlt, bei Symptomen wie Gliederschmerzen, einem erhöhten Ruhepuls und Fieber eine Trainingspause einzulegen. Denn Anstrengung kann dann die Gesundheit gefährden: "Wer dann Sport treibt, dem droht im schlimmsten Fall eine Herzmuskelentzündung." Bei leichten Infekten sollte jeder in sich selbst hineinhören und selbst feststellen, ob Sport guttut oder schadet. Belastungen sollten bei einer Erkältung laut TK individuell dosiert werden.

Im Zweifel gilt aber: Lieber den geschwächten Körper nicht überlasten und mit dem Training aussetzen. Was die Vorbeugung von Erkältungen angeht, rät TK-Experte Haase aber eindeutig zu der Faustregel "Sport ist die beste Medizin". Denn wer sich viel bewege, der stärke so sein Immunsystem. Studien zeigten, dass das Erkältungsrisiko durch regelmäßigen Sport auffallend gesenkt werden könne.

Sport nach Grippe: Training langsam beginnen

Nach einem grippalen Infekt sollten sportlich aktive Menschen auch nicht sofort wieder ins Training einsteigen. Es empfehle sich, erst nach mehreren beschwerdefreien Tagen wieder mit dem Sport zu beginnen, erläutert der Berufsverband Niedergelassener Kardiologen (BNK).

Dem BNK zufolge kommt es bei etwa ein bis fünf Prozent aller grippalen Infekte zu einer Entzündung des Herzmuskels, die in der Regel durch Viren verursacht wird. Bei zehn Prozent der plötzlich beim Sport verstorbenen Menschen sei solch eine Infektion festgestellt worden.

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Der Ärzteberband empfiehlt allen Menschen, die nach einem grippalen Infekt schon bei leichten körperlichen Belastungen Atemnot bekommen und sich weiterhin matt fühlen, sofort zum Arzt zu gehen. Denn das könnten Hinweise auf eine Entzündung des Herzmuskels sein. (AZ)

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