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Stiftung Warentest
29.05.2016

Cola im Test: Cola am besten zuckerfrei oder mit Süßstoff genießen

Verschiedene Cola-Sorten schneiden im Test nur in vier Fällen "gut" ab. Die Stiftung Warentest warnt in der Ausgabe von Juni 2016 nicht nur vor Zucker.
Foto: Symbolbild: Lukas Schulze (dpa)

Dass Cola aufgrund des hohen Zuckergehalts ungesund ist, ist allgemein bekannt. Stiftung Warentest fand aber auch weitere gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe wie Chlorat.

Coca-Cola, Cola-Zero oder Freeway: Cola-Getränke sind vor allem für eins bekannt - ihren hohen Zuckergehalt, was Stiftung Warentest in ihrer Untersuchung erneut nachgewiesen hat. Der Zuckergehalt in einem halben Liter Cola entspricht 16,5 Stücken Würfelzucker. Mit dieser Menge sei die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlene Tagesmenge bereits erfüllt, kritisiert die Stiftung. Die Coca-Cola bekam dafür im Test Punktabzüge.

Stiftung Warentest testet Cola - und warnt nicht nur vor der Menge an Zucker

Doch damit ist noch lange nicht genug: Stiftung Warentest hat im Test insgesamt 29 Colas untersucht. Nur vier der getesteten Getränke konnten im "Test" (Juni 2016) die Note "gut" erhalten, der Großteil wurde als "befriedigend" bewertet. Fünf Cola-Getränke waren "ausreichend", zwei Produkte dagegen fielen mit "mangelhaft" durch. Das Problem der Produkte war nicht nur der hohe Zuckergehalt, sondern auch bestimmte Rückstände und die chemische Qualität.

Cola ist braun - das liegt fast immer am Farbstoff Zuckerkulör, bei dessen Herstellung der Schadstoff 4-Methylimidazol (4-MEI) entsteht. Obwohl es in der EU einen Grenzwert für 4-MEI in Zuckerkulör gibt, ist nicht geregelt, wie viel in Lebensmitteln sein darf. Vier der getesteten Cola-Produkte erreichten sehr hohe Werte für 4-MEI.

In den getesteten Cola-Getränken wurden teils auch Rückstände von Chlorat gefunden. Kritisch ist das, weil Chlorat aus Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln stammen kann. Ein Produkt war sehr stark mit Chlorat belastet. Eine weiteres Cola-Getränk enthielt außerdem drei Gramm Alkohol pro Liter - erlaubt sind bei Erfrischungsgetränken nur zwei Gramm pro Liter.

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Weiterhin bedenklich ist Phosphorsäure, die Cola einen leicht säuerlichen, aber spritzigen Geschmack gibt. Hohe Mengen der Säure können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

Am besten haben die Varianten abgeschnitten, die zuckerfrei und mit Süßstoffen gesüßt sind. Testsieger ist Coca-Cola light (2,1), gefolgt von Coca-Cola Zero (2,4) und den Discounterprodukten Freeway Cola Light von Lidl (2,4) und River Cola 0% Zucker von Aldi Nord (2,5). dpa/tmn/sh

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