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Studie

23.06.2017

Stillen reduziert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Stillen ist gut für Mutter und Kind, das hat eine neue Studie von Forschern aus England und China bestätigt.
Bild: Symbolbild: Patrick Pleul (dpa)

Dass Stillen diverse Vorteile für den Säugling birgt, ist bereits erforscht worden. Eine neue Studie weist nach, dass auch Herz und Kreislauf der Mutter davon profitieren.

Muttermilch und Stillen tun Kind und Mutter gut. Im Westen hat sich diese erforschte These durchgesetzt, in Asien allerdings nicht unbedingt. Deshalb haben Forscher aus England und China in einer Studie mit fast 300.000 chinesischen Frauen untersucht, ob das Stillen von Säuglingen Auswirkungen auf die Gesundheit von Herz und Kreislauf der stillenden Mutter haben könnte. Die Studie wurde im Fachblatt "Journal of the American Heart Association" veröffentlicht.

Eine Schwangerschaft verändert vieles im Körper der werdenden Mutter. Das kardiometabolische System wird beeinflusst, die Insulinresistenz steigt an. Dass die Auswirkungen aufs Herz-Kreislauf-System, die sich durch die Schwangerschaft ergeben haben, schneller zurückgehen wenn Mütter stillen, ist bereits in mehreren Studien erforscht worden, etwa von Gunderson et al. im Jahr 2007 ("Lactation and changes in maternal metabolic risk factors". Obstet Gynecol. 2007;109).

Stillen tut Herz und Kreislauf der Mutter gut

Auch die Dauer des Stillens spielt eine Rolle für die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Wer seinem Baby länger die Brust gibt, verfügt über ein geringeres Risiko, später im Leben an Bluthochdruck, dem metabolischen Syndrom oder Diabetes zu erkranken. Insofern könnte das Stillen auf lange Sicht indirekt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Die Forscher merken aber auch an, dass es gesellschaftliche Unterschiede gibt, was das Stillen betrifft. Frauen aus ärmeren Ländern stillen ihre Kinder meist länger.

In China hat sich das Stillen in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Heute ist es für Mütter normal, ihre Babys eine lange Zeit lang zu stillen. Doch die Veränderungen führen auch dazu, dass die Praktik in China kaum mit den westlichen Gepflogenheiten verglichen werden kann. Deshalb haben die Forscher die Langzeit-Auswirkungen des Stillens bei Frauen in China untersucht um herauszufinden, welche Effekte es für die Herz-Kreislauf-Gesundheit chinesischer Mütter hat. Sie stellten fest: Das Stillen bewirkte bei den Müttern eine um etwa zehn Prozent geringere Wahrscheinlichkeit, später im Leben eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden. Damit ergaben sich ähnliche Tendenzen wie im Westen. sh

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