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Weibliche Anatomie

24.07.2016

Studie: Anatomie der Frau verhindert manchmal Orgasmus

Offenbar spielt die weibliche Anatomie für den Orgasmus eine Rolle. Das wollen Wissenschaftler herausgefunden haben.
Bild: Jörg Lange, dpa (Symbolbild)

Wenn die Frau beim Geschlechtsverkehr nicht zum Höhepunkt kommt, kann das auch an dem Aufbau der Vagina liegen. Auf den anatomischen Zusammenhang lässt eine neue Studie schließen.

Die weibliche Anatomie kann den sexuellen Höhepunkt der Frau behindern. Das wollen zumindest Forscher der Indiana University herausgefunden haben. Demnach spiele die Anatomie der Vagina eine Rolle, ob Frauen einen Orgasmus erleben können. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Mediziner in der Fachzeitschrift Clinical Anatomy.

Orgasmus oder nicht: Macht die Anatomie der Vagina den Unterschied?

Die Häufigkeit und Intensität des weiblichen Orgasmus hängt laut den Forschern von anatomischen oder neuro-antaomischen Unterschieden ab. Diese spielen laut ihnen eine mindestens genauso große, wenn nicht sogar größere Rolle als gemeinhin als ausschlaggebend angesehen Faktoren - wie etwa psychologische Faktoren, die Größe des Penis oder der G-Punkt.

Laut den Wissenschaftlern gibt der Aufbau der Vagina den Ausschlag. Je nach dem, wo die Klitoris liegt, bestimmt das, ob die Frau einen Orgasmus erleben kann oder nicht. Die Position der Klitoris beim Geschlechtsakt wird von Hormonen bestimmt. Durch den Aufbau der Vagina kann es auch passieren, dass sich die Klitoris zu weit aus der Vagina schiebt. Die Forscher gehen davon aus, dass es dann unmöglich ist, genug klitorale Stimulation zu erhalten, wenn die Klitoris um rund 2,5 bis drei Zentimeter verschoben ist. Dann könne die Frau keinen Höhepunkt erleben.

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Die Studie basiert auf der vorhandenen Literatur über die sexuelle Anatomie und Neuro-Anatomie. Diese wurde von den Wissenschaftlern ausgewertet.

Orgasmus ist "komplexes Phänomen": Anatomie der Frau spielt Rolle

Die Mediziner schlussfolgern, dass ein Orgasmus ein sehr komplexes Phänomen ist, welches durch psychologische, physiologische und anatomische Varianten beeinflusst wird. Die Forschung solle in der Zukunft darauf abzielen, herauszufinden, wie medizinische oder operative Eingriffe diese Varianten und somit letztendlich das sexuelle Erleben positiv beeinflussen könnten. AZ

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Die Diskussion ist geschlossen.

22.07.2016

Dann bitten Sie doch die Frauen, sich für entsprechende Untersuchungen zur Verfügung zu stellen. Der Unfug vom vaginalen Orgasmus wurde schon vor Jahrzehnten zu Grabe getragen und Aussagen von einem, der welche kennt, die von welchen gehört haben... auch.

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21.07.2016

Laut den Wissenschaftlern gibt der Aufbau der Vagina den Ausschlag. Je nach dem, wo die Klitoris liegt, bestimmt das, ob die Frau einen Orgasmus erleben kann oder nicht

Da müssen die Wissenschaftler aber noch mal ran, ich kenne einige Frauen die obwohl sie Beschnitten sind einen Orgasmus erleben. Also geht auch ohne Klitoris.

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