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Wandern

26.05.2017

Studie: Bewegung an der frischen Luft hält das Gehirn fit

Ein Spaziergang regt den Kreislauf an und stärkt das Immunsystem. Aber auch für das Gehirn ist Bewegung an der frischen Luft gut. Das zeigt eine neue Studie.
Bild: Wolfgang Kumm (dpa)

Wer regelmäßig wandert oder Fahrrad fährt, sorgt dafür, dass das Gehirn leistungsfähiger bleibt. Bewegung an der frischen Luft lässt das Gehirn laut einer Studie langsamer altern.

Eine Runde durch den Park joggen, ein ausgedehnter Sonntagsspaziergang am See entlang oder, jetzt wo das Wetter mitspielt, endlich mal das Fahrrad aus dem Keller holen und zur Arbeit radeln - es gibt unendlich viele Möglichkeiten, sich an der frischen Luft zu bewegen. Das macht nicht nur Spaß, sondern sorgt laut einer Studie auch dafür, dass das Gehirn länger leistungsfähig bleibt.

Kognitive Beeinträchtigung: Wandern ist gut fürs Gehirn

Das haben Forscher der University of British Columbia und der University of Iowa herausgefunden. Ihre Ergebnisse haben sie im Fachblatt "British Journal of Sports Medicine" veröffentlicht. Demnach wird nicht nur das Herz-Kreislauf-Risiko beim Wandern und Fahrradfahren gesenkt. Körperliche Betätigung an der frischen Luft hat auch einen positiven Einfluss auf das Gehirn.

Wenn der Mensch altert, nimmt die Funktionsfähigkeit des Gehirns ab. Leichte kognitive Beeinträchtigung lässt sich häufig auf zerebrovaskuläre Erkrankungen zurückführen. Diese betreffen die Venen und Arterien, die das Denkorgan mit Blut versorgen. Wenn sich diese verändern oder verstopft sind, werden Teile des Gehirns nicht mehr ausreichend durchblutet. Zu den zerebrovaskulären Erkrankungen zählt zum Beispiel Atherosklerose oder auch Demenz.

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Schon moderates Training an der frischen Luft hilft, das Gehirn fit zu halten

Für ihre Studie haben die Wissenschaftler ältere Erwachsene untersucht, die bereits an vaskulärer Beeinträchtigung litten. Die Testpersonen wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe trainierte über einen Zeitraum von sechs Monaten drei Stunden pro Woche an der frischen Luft, die zweite Gruppe bekam reguläre Behandlung. Vor und nach dem Experiment wurden die Gehirne der Teilnehmer im MRT untersucht und die neuronalen Funktionen getestet.

Das Ergebnis: Die Personen, die draußen trainierten, konnten ihre Reaktionsgeschwindigkeit signifikant verbessern. Bewegung an der frischen Luft kann dazu führen, dass die kognitive Beeinträchtigung weniger schnell voranschreitet. Dabei muss man nicht zum Marathonläufer werden oder jeden Tag mehrere Stunden auf dem Fahrrad trainieren: Schon regelmäßige, moderate Bewegung reicht aus. AZ

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