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Studie
30.09.2015

Kinder von Rauchern zeigen häufiger Verhaltensstörungen

Eine französische Studie zeigt, dass Kinder aus Raucher-Haushalten anfälliger für Verhaltensauffälligkeiten sind. Das Nikotin ist offenbar schädlich für die Hirnbildung.
Foto: Kay Nietfeld (dpa) (Archiv)

Kinder aus Raucher-Haushalten sollen doppelt so anfällig für Verhaltensstörungen sein als Nichtraucher-Kinder. Zu diesem Ergebnis kam eine französische Studie.

Das Ergebnis einer französischen Studie zeigt, dass Kinder aus Raucher-Haushalten etwa doppelt so häufig Verhaltensstörungen zeigen, wie Kinder nicht rauchender Eltern. Dafür nahmen die Forscher rund 5200 Grundschüler unter die Lupe. Wie Studienleiterin Isabella Annesi-Maesano vom französischen Institut für Gesundheit und medizinische Forschung (Inserm) am Dienstag sagte, zeigten diejenigen Kinder, die bereits während der Schwangerschaft oder während der ersten Monate nach der Geburt Tabakrauch ausgesetzt waren, eine große Bandbreite an auffälligen Verhaltensmustern von Aggression und Ungehorsam über verstärktes Lügen und Betrügen.

18 Prozent der Raucher-Kinder entwickeln Verhaltensauffälligkeiten

Den Forschern zufolge entwickeln 18 Prozent der Raucher-Kinder Verhaltensauffälligkeiten, während es unter Nichtraucher-Kindern nur 9,7 Prozent seien. Wer pränatal oder danach Tabakrauch ausgesetzt werde, habe somit ein "doppelt so hohes Risiko" als Kind Verhaltensstörungen zu entwickeln, sagte  Annesi-Maesano der Nachrichtenagentur AFP. Mögliche Ursache sei die giftige Wirkung des Nikotins auf die vorgeburtliche und frühkindliche Entwicklung des Gehirns, heißt es in der bereit im August im US-Fachmagazin "PIOS One" veröffentlichten Untersuchung.

Für die Studie wurden den Eltern der im Durchschnitt zehnjährigen Kinder Fragebögen vorgelegt, in denen sie über das Verhalten der Kleinen Auskunft geben sollten und darüber, ob sie Tabakrauch ausgesetzt waren. AFP

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