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Neurologische Erkrankung

25.05.2016

Susac-Syndrom: Wenn jemand plötzlich nur noch Fremdsprache spricht

Entzündungen in den kleinsten Blutgefäßen: Symptome von Susac treten meist plötzlich auf.
Bild: Symbolbild: Ingo Wagner (dpa)

Das Susac-Syndrom zeigt sich meist mit plötzlichen Symptomen, die schwer einzuordnen sind. Welche Anzeichen sind ein Hinweis auf die neurologische Krankheit?

Die plötzlich auftretenden Symptome des Susac-Syndroms sind für Betroffene oft schwer einzuordnen. Entzündliche Prozesse der kleinsten Blutgefäße in Netzhaut, Gehirn und Innenohr führen zu seltsamem Verhalten, das Patienten über Nacht entwickeln.

Wenn jemand plötzlich nur noch in einer Fremdsprache spricht oder ohne ersichtlichen Grund seine Schuhe in den Kühlschrank stellt, könnte diese Person am Susac-Syndrom leiden. Das erklärt das Universitätsklinikum Münster (UKM) in einer Pressemitteilung.

Susac-Syndrom: Krankheit bringt Kopfschmerzen, Probleme mit Augen und Ohren

Genau festmachen lassen sich die Symptome des Susac-Syndroms nicht. Es kann so weit kommen, dass sich die Patienten selbst nicht mehr erkennen. Persönlichkeitsveränderungen, Gedächtnislücken und plötzliche Verwirrtheit gehören zu den möglichen Symptomen. Typisch sind für Susac laut Dr. Ikla Kleffner, Funktionsoberärztin der Klinik für Allgemeine Neurologie des UKM, starke Kopfschmerzen und neurologische Defizite aus Hör- und Sehstörungen.

Das Susac-Syndrom tritt in einzelnen Episoden auf und verläuft schubweise. Oft sind junge Frauen zwischen 20 und 40 Jahren betroffen. Auch Männer erkranken daran, allerdings beträgt das Verhältnis 3:1. Die Entzündungsaktivität, die die Symptome des Susac-Syndroms auslösen, können mit Kortison, ASS (Asetylsalincylsäure) und modernen Immuntherapien oft gut behandelt werden. sh

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