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19.06.2009

Teleskop "Herschel" sendet erste Bilder

Teleskop «Herschel» sendet erste Bilder
Bild: DPA

Garching (dpa) - Einen Monat nach seinem Start hat das europäische Weltraumteleskop "Herschel" erste Bilder gesendet. Eigentlich sei das bislang größte Weltraumteleskop noch in einer Test- und Optimierungsphase und werde erst in einigen Monaten offiziell in Betrieb gehen.

Dies teilte das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching bei München mit. Dennoch habe die Europäische Raumfahrtagentur ESA die früheste Gelegenheit genutzt, um erste Bilder zu machen.

Die Aufnahmen zeigten die Galaxie M51, die 1773 von dem französischen Astronomen Charles Messier entdeckt worden war. Die Spiralgalaxie liege im Sternbild Jagdhunde und sei mit etwa 37 Millionen Lichtjahren Entfernung relativ nahe an unserer Milchstraße. Die Bilder übertrafen laut der Mitteilung "alle Erwartungen". Das nach dem Astronomen Friedrich Wilhelm Herschel (1738-1822) benannte High-Tech-Instrument soll viel tiefer und genauer ins Weltall blicken können als bisherige Beobachtungsstationen.

Nachdem am vergangenen Sonntag der sogenannte Kyrostatdeckel geöffnet wurde, könnten die Messinstrumente zum ersten Mal ins All blicken. Der Kyrostat sorgt für die unverzichtbare Tiefkühlung. Mit dem Infrarot-Teleskop wollen die Astronomen unter anderem die ersten Sterne des Universums anvisieren und in die Staubkokons entstehender Sonnen spähen. Im Idealfall wird "Herschel" bis weit ins Jahr 2013 Daten sammeln und damit die offizielle Lebensdauer von 3,5 Jahren deutlich überschreiten.

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