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Weltraum

05.03.2016

Teleskop "Hubble" findet die bislang entfernteste Galaxie

Die nun gesichtete Galaxie mit der Katalognummer GN-z11 ist noch 200 Millionen Lichtjahre weiter von uns entfernt als der bisherige Rekordhalter.
Bild: NASA/ESA (dpa)

Hubble hat eine neue Galaxie gesichtete. Sie ist 13,4 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt. Damit ist es die fernste Galaxie, die bisher gesichtet wurde und eine der ältesten.

Das Weltraumteleskop "Hubble" hat eine neue Galaxie entdeckt. Sie ist  13,4 Milliarden Lichtjahren von uns entfernt. Ein neuer Rekord. Keine Galaxie, die bisher gefunden wurde, war ähnlich weit weg.

Weltraumteleskop "Hubble" sichtet fernste Galaxie

Mit einer Entfernung von 13.4 Milliarden Lichtjahren ist die neue Galaxie mit der Nummer GN-z11 200 Millionen Lichtjahre weiter von uns entfernt als der bisherige Rekordhalter, teilte das wissenschaftliche Weltraumteleskopinstitut STScI in Baltimore am Donnerstag mit.

Unter einem Lichtjahr versteht man die Strecke, die das Licht in der Dauer eines Jahres zurücklegen kann. Damit das Licht der Galaxie GN-z11 zur Erde kommen konnte, war es also 13,4 Milliarden Jahre unterwegs. Sehr viel weiter können wir nicht gucken: Das Universum ist erst 13,8 Milliarden Jahre alt.

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Die Untersuchungsleiter freuen sich über die Entdeckung und hätten sie gar nicht für möglich gehalten: "Wir haben einen großen Schritt zurück in der Zeit getan, viel weiter als wir es mit "Hubble" je für möglich gehalten haben", sagte Untersuchungsleiter Pascal Oesch von der Yale-Universität einer des STScI-Mitteilung. "Wir sehen GN-z11 zu einer Zeit, als das Universum erst drei Prozent seines heutigen Alters hatte."

Die Galaxie GN-z11 ist 25 Mal kleiner als die Milchstraße dafür aber extrem hell

Zuvor hatten Astronomen die Entfernung der Galaxie geschätzt, erst jetzt gelang mit "Hubble" eine genaue Messung.

Die Galaxie aus den Kindertagen des Universums ist Beobachtungen zufolge 25 Mal kleiner als unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, doch sie leuchtet überraschend hell. Sie besitzt zwar nur ein Prozent der Sterne unserer Galaxie, wächst aber schnell: Ihre Sternproduktion ist 20 Mal so hoch wie die der Milchstraße.

Die Analyse gibt Astronomen neue Einblicke in die Entwicklung des jungen Universums. "Es ist faszinierend, dass eine so massereiche Galaxie bereits 200 oder 300 Millionen Jahre nach der Entstehung der ersten Sterne existiert hat", erläuterte Oeschs Forscherkollege Garth Illingworth von der Universität von Kalifornien in Santa Cruz. dpa/AZ

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