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Texas
21.06.2016

Blindfisch: Seltene Welsart erstmals in USA nachgewiesen

Zwei Exemplare des Katzenwelses Prietella phreatophila, die in einer tiefen Kalksteinhöhle bei Del Rio Texas entdeckt wurden.
Foto: Danté Fenolio, dpa

Eine überraschende Entdeckung haben Forscher im US-Bundesstaat Texas gemacht: In einer Höhle wurden eine sehr seltene Welsart entdeckt - zum ersten Mal überhaupt in den USA.

Extrem selten und blind: Eine bisher nur aus Mexiko bekannte Welsart lebt offenbar auch in Höhlengewässern des US-Bundesstaates Texas. Das rosa-weiße, etwa siebeneinhalb Zentimeter kleine Tier hat keine Augen. Zwei Exemplare des Katzenwelses Prietella phreatophila seien in einer tiefen Kalksteinhöhle bei Del Rio gefangen worden, berichtete die University of Texas in Austin. Bislang gingen Experten davon aus, dass die extrem seltene Art nur in unterirdischen Wasserreservoirs des Rio Grande im mexikanischen Bundesstaat Coahuila vorkommt. Der Fund stütze die These, dass Mexiko und Texas über unterirdische Wasservorkommen verbunden sind.

Seit 1994 steht die Katzenwelsart auf der Roten Liste bedrohter Arten

Bei den erstmals 1954 beschriebenen Tieren schimmert das Blut rötlich durch die helle Haut. Seit 1994 steht die Katzenwelsart auf der Roten Liste bedrohter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN). Die beiden nun gefangenen Tiere seien derzeit im Zoo von San Antonio untergebracht, hieß es. Insgesamt sind in den USA demnach nur zwei weitere Arten augenloser Katzenwelse - Trogloglanis pattersoni und Satan eurystomus - bekannt, die beide in Höhlengewässern unterhalb der Stadt San Antonio leben. 

Höhlentiere unterscheiden sich stark von ihren Verwandten an der Oberfläche, wie der Biologe Peter Sprouse von der Umweltberatungsfirma Zara Environmental LLC erklärt. "Beispielsweise fehlen ihnen die Augen, sie bewegen sich nur extrem langsam und tarnen sich nicht mit Farben." Dafür hätten sie aber feine sensorische Fähigkeiten entwickelt, um sich in totaler Dunkelheit zurechtfinden zu können, so Sprouse, der das Fangteam leitete. dpa

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