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Great Pacific Garbage Patch

11.09.2018

"The Ocean Cleanup": Sammelaktion gegen Plastikmüll in den Ozeanen

In der Bucht von San Francisco hat das Projekt «The Ocean Cleanup» Kurs auf den größten Müllteppich der Welt genommen.
Bild: Barbara Munker, dpa (Archiv)

"The Ocean Cleanup" ist eine Säuberungsaktion, mit der Umweltschützer gegen den Plastikmüll in den Ozeanen vorgehen will. Ziel ist das Great Pacific Garbage Patch.

Startschuss für eine einzigartige Säuberungsaktion: In der Bucht von San Francisco hat am Samstagmittag das Projekt "The Ocean Cleanup" Kurs auf den größten Müllteppich der Welt genommen. Ein 600 Meter langes schwimmendes Rohr, an dem eine Art Vorhang drei Meter tief ins Wasser hängt, wurde dazu mit Hilfe eines Schleppschiffs von Alameda bei San Francisco auf das offene Meer gezogen. Wie Fangarme sollen sich später die Enden des Schwimmkörpers in dem Great Pacific Garbage Patch - dem Pazifischen Müllwirbel zwischen Kalifornien und Hawaii - um Berge von Plastikabfall legen, der dann von Schiffen eingesammelt wird.

"The Ocean Cleanup" will mit Plastikmüll in den Ozeanen aufräumen

Das Team um den 24-jährigen Niederländer Boyan Slat will die Konstruktion zunächst knapp 500 Kilometer vor der kalifornischen Küste weiteren Tests unterziehen, bevor die Reise fortgesetzt wird. Slat konnte Investoren sowie zahlreiche Universitäten und Unternehmen für sein Millionenprojekt gewinnen. Die Zentrale ist im niederländischen Delft, vor der Nordseeküste wurden die ersten Prototypen getestet. Vorausgesetzt, bei der Generalprobe in Kalifornien mit "System 001" läuft alles wie geplant, sollen 60 derartige Anlagen installiert werden.

Plastikmüll breitet sich immer mehr in alle Winkel der Welt und auch bis in letzte unberührte Regionen aus. Selbst die Lebensräume der Antarktis sind bereits mit kleinsten Plastikteilchen und umweltschädlichen Chemikalien belastet, wie Untersuchungen der Umweltorganisation Greenpeace ergaben.

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Rekordmenge an Plastikmüll auch im Mittelmeer

Im Mittelmeer wiederum schwimmen laut WWF bereits Rekordmengen an Plastikmüll - und die Scharen von Touristen, die im Sommer die Strände bevölkern, verschärften die Lage noch, schreibt der WWF einem Report.

"Auf das Plastikmüllproblem müssen wir eine globale Antwort finden. Wir brauchen ein "Paris-Abkommen für den Ozean", das die Verschmutzung der Weltmeere stoppt", sagte Heike Vesper, Leiterin Meeresschutz beim WWF Deutschland, unter Anspielung auf das internationale Klimaschutzabkommen. (mit dpa)

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