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Cholesterin

21.02.2015

US-Experten geben Entwarnung bei Cholesterin

In einem etwa 300 Gramm schweren Steak sind etwa 300 Milligramm Cholesterin enthalten.
Bild: Symbolbild: Malte Christians (dpa)

US-Experten schätzen Cholesterin in Lebensmitteln nicht mehr als Bedrohung für die menschliche Gesundheit ein. Offizielle Ernährungsratschläge werden überarbeitet.

Bislang wurde davon ausgegangen, dass der Verzehr stark cholesterinhaltiger Lebensmittel das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöht. Doch jetzt geben US-Experten Entwarnung: Sie schätzen Cholesterin in Lebensmitteln nicht mehr als Gefahr für die menschliche Gesundheit ein. Künftig soll in den offiziellen Ernährungsratschlägen des Landes nicht mehr vor Lebensmitteln mit hohem Cholesteringehalt gewarnt werden, wie aus einem Entwurf für das Papier hervorgeht, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Vorliegende Erkenntnisse ließen "keinen nennenswerten Zusammenhang zwischen dem Cholesterin in Lebensmitteln und dem Cholesterinspiegel" im Blut erkennen, erklärte das US-Landwirtschaftsministerium dazu.

Bisherige Empfehlung: nicht mehr als 300 Milligramm Cholesterin täglich

Bislang steht in den Ernährungsratschlägen die Empfehlung, täglich nicht mehr als 300 Milligramm Cholesterin zu sich zu nehmen. Das entspricht in etwa dem Gehalt von gut hundert Gramm Butter oder zwei kleinen Eiern oder einem 300 Gramm schweren Steak.

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Im Entwurf für die diesjährige Neufassung der Ernährungsratschläge heißt es nun, Cholesterin gehöre nicht zu den Nährstoffen, deren übermäßiger Konsum bedenklich sei. Das Papier wurde von 14 renommierten Medizinern, Ernährungs- und Gesundheitsexperten entworfen. Es steht nun 45 Tage lang im Internet zu Debatte, bevor es endgültig verabschiedet wird. Zudem soll es im März eine öffentliche Konferenz dazu geben.

Experten raten zu mehr Obst und Gemüse

Ein Problem bei bestimmten Lebensmitteln dürfte allerdings sein, dass stark cholesterinhaltige Produkte oft auch viele gesättigte Fettsäuren enthalten - vor deren übermäßigem Konsum soll wiederum noch eindringlicher gewarnt werden. Bislang wurde empfohlen, dass nicht mehr als zehn Prozent der täglich verzehrten Kalorien gesättigte Fettsäuren sein sollten. Der Wert soll nun auf acht Prozent gesenkt werden.

Bei einer durchschnittlichen Aufnahme von 2000 Kalorien am Tag würde dies bedeuten, dass hinsichtlich der gesättigten Fettsäuren bereits nach geringen Mengen Butter oder einem 200-Gramm-Steak Schluss wäre. Der Verzehr von einem Dutzend Eier pro Tag schadet nach dieser Rechnung nicht. Generell machen die Experten den US-Bürgern aber einen anderen Vorschlag. Dieser lautet schlicht, mehr Obst und Gemüse zu essen. afp/AZ

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