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Netzwelt

08.01.2019

Umfrage: Hälfte der Deutschen kennen Wert eigener Daten nicht

Gut die Hälfte der Menschen in Deutschland ist sich nicht darüber im Klaren, welchen Wert ihre persönlichen Daten im Netz für Dritte haben könnten.
Bild: Ole Spata, dpa (Symbolbild)

Welchen Wert ihre persönlichen Daten im Netz haben könnten, das wissen viele nicht. Fast jeder Zweite hat den Überblick verloren, wo welche Daten angegeben sind.

Gut die Hälfte der Menschen in Deutschland ist sich nicht darüber im Klaren, welchen Wert ihre persönlichen Daten im Netz für Dritte haben könnten. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des IT-Sicherheitsspezialisten Kaspersky hervor. Die Befragung wurde bereits im Oktober 2018 durchgeführt.

Laut der Ergebnisse haben 49 Prozent bereits den Überblick darüber verloren, auf welchen Plattformen sie welche Daten angegeben haben. Dabei habe die jüngste Veröffentlichung von Daten Prominenter und Politiker gezeigt, dass das sogenannte Doxxing eine der großen Cyber-Herausforderungen sei, betonte das Unternehmen. Beim Doxxing werden im Netz persönliche Daten aller Art aus verschiedensten Plattformen zusammengetragen und dann veröffentlicht, um einer Person zu schaden.

Kaspersky rät, Updates zu installieren und einen Passwort-Manager zu nutzen

"Dass man veröffentlichte Daten je wieder aus dem Netz bekommt, ist eher unwahrscheinlich" erklärt Marco Preuss, Leiter des europäischen Forschungs- und Analyse-Teams bei Kaspersky Lab. Das zeige auch der aktuelle Daten-Fall. "Einerseits sind einige der Original-Links zu den Informationen nach wie vor verfügbar; andererseits ist unklar, auf welchen und auf wie vielen Rechnern und Servern die Daten bereits gespeichert worden sind und somit noch genutzt werden können."

Kaspersky rät allen Nutzern, einigen Grundregeln zur Vorbeugung zu folgen. Dazu gehöre, stets alle verfügbaren Updates zu installieren und alle Geräte auf dem neusten Stand zu halten, einen Passwort-Manager zu nutzen, nach Möglichkeit eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zu verwenden, und vor allem: den gesunden Menschenverstand einzuschalten. Er sei der beste Schutz gegen Phishing, dem Versuch, über gefälschte Websites oder Mails dessen Zugangsdaten "abzufischen". (dpa)

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