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Therapie

08.05.2016

Virtual-Reality-Geräte können bei Therapie für psychische Erkrankungen helfen

Die Nutzung von Virtual Reality, um Paranoia zu therapieren, ist neu - und stellte sich für Forscher der Oxford University als erfolgreich heraus.
Bild: Ole Spata (dpa)

Psychische Erkrankungen wie Paranoia können mit Hilfe von Virtual-Reality-Geräten effektiv behandelt werden. Dies könnte auch ein Ansatz für weitere Phobien sein.

Forscher der Oxford University haben im Rahmen einer Studie Virtual-Reality-Geräte für die Therapie von beispielsweise Paranoia eingesetzt. Das Ergebnis: Am Ende der Therapie hatten rund 20 Prozent keine Anzeichen mehr von schwerer Paranoia. Die Mediziner vom Oxford University Department of Psychiatry vermuten, dass dieser Therapie-Ansatz auch bei anderen Phobien helfen könnte.

Virtual Reality Brille: So funktioniert die Paranoia-Therapie

Dreißig Probanden wurden im Rahmen der Studie mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille in eine Situation versetzt, die normalerweise problematisch für die Probanden gewesen wäre. So fanden sie sich beispielsweise in einem virtuellen Aufzug wieder, den die Experten am Computer nach und nach mit mehr virtuellen Menschen füllten. So konnten die Patienten sich immer weiter mit ihren Ängsten auseinandersetzen, gleichzeitig wussten sie sich jedoch in Sicherheit - schließlich erlebten sie die Szene lediglich virtuell.

Studie zur Therapie der Paranoia mit Virtual Realiy: Die Ergebnisse

Am Ende der Therapie hatten etwa 20 Prozent der Teilnehmer keinerlei Anzeichen mehr von einer schweren Paranoia. Wenn die Probanden dazu ermutigt wurden, ihre übliche defensive Verhaltensweise aufzugeben, waren es sogar 50 Prozent. Dies stellten die Mediziner in der Fachzeitschrift "The British Journal of Psychiatry" vor.

Sie schätzen, dass dieser Therapie-Ansatz nicht nur für Patienten mit Paranoia wirksam ist. Denn die virtuelle Realität bietet eine sichere Umgebung für viele Phobien. Stück für Stück könnten die Erkrankten den Umgang mit der jeweiligen Angstsituation erlernen, so die Mediziner. AZ

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