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Vogelgrippe 2017

15.01.2017

Vogelgrippe: Tierpark-Gesellschaft wehrt sich gegen Tötung von Vögeln

Wegen der Vogelgrippe herrscht in vielen Zoos Stallpflicht. Doch in manchen Tierparks mussten ganze Vogelbestände gekeult werden.
Bild: Peter Fastl/Symbol

Wegen der Vogelgrippe mussten bereits Hunderttausende Vögel in ganz Deutschland getötet werden. Nun fordert die Deutsche Tierpark-Gesellschaft eine Ausnahmeregelung für Zoos.

Bereits seit November grassiert in Deutschland die Vogelgrippe. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, müssen Deutschlandweit Tiere getötet werden. Die Deutsche Tierpark-Gesellschaft (DTG) fordert nun eine Ausnahmeregelung für Zoos.

Grundsätzlich unterstütze die DTG ein effektives Tierseuchenmanagement bei Auftreten der Krankheit. "Das Problem aber ist, dass bei dem generalisierten Vorgehen der Keulung auch bedrohte Arten und genetisch wertvolle Tiere getötet werden", erklärte DTG-Sprecher Jan Bauer am Donnerstag in Schildow bei Berlin.

Vogelgrippe: Hunderttausende Vögel wurden getötet

So seien im Tierpark Köthen in Sachsen-Anhalt nach einem Vogelgrippefall der gesamte Wasservogelbestand von mehr als 130 Tieren getötet worden. Darunter befanden sich auch bedrohte Moorenten, Reiher-und Schellenten sowie Weißstörche. "Zoos haben den klaren Auftrag zum Artenschutz, der Verlust vieler Individuen kann da einen herben Rückschlag bedeuten", betonte Schildow. Auch der Schweriner Zoo musste vor wenigen Tagen wegen der Vogelgrippe sämtliche Enten und Gänse in seiner Außenanlage töten.

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Das gefährliche Vogegrippe-Virus H5N8 grassiert seit Anfang November in Deutschland. Hunderttausende Vögel aus landwirtschaftlichen Beständen wurden seitdem gekeult. In der Nacht zum Donnerstag wurden in einem Betrieb in Nordrhein-Westfalen 40.000 Legehennen und Puten getötet. In einem Nachbarbetrieb wurden vorsorglich 17.000 Küken und Junghennen sowie 2000 Enten getötet. Für den Menschen gilt H5N8 als ungefährlich. dpa

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