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WDR-Haushaltscheck
13.05.2016

Verzicht auf Palmöl: So finden Sie Alternativen

Palmöl wird aus dem Fruchtfleisch der Palmfrüchte gewonnen. Viele Lebensmittel enthalten dieses Pflanzenfett. Auch in Kosmetika ist es enthalten.
Foto: Symbolbild: Mast Irham (dpa)

Palmöl ist bei vielen Herstellern beliebt. Vom gesundheitlichen Aspekt aus wäre es aber ratsam, darauf zu verzichten. Wie das geht, zeigte der WDR-Haushaltscheck.

Für den WDR-Haushaltscheck hat Familie Neitzel eine Woche lang auf Produkte mit Palmöl verzichtet. Das Ergebnis: Für den Einkauf benötigte die Familie fast eine Stunde mehr Zeit, außerdem musste sie etwa 24 Euro mehr ausgeben. Babymilch ohne Palmöl konnten die Neitzels nicht finden. Denn das Öl ist in jedem zweiten Produkt enthalten - von der Duftkerze über Wimperntusche bis zur Schokolade. Der Haushaltscheck hat sich ausführlich mit Palmöl auseinandergesetzt.

Palmöl kann nachhaltig angebaut werden

Seit Dezember 2014 ist es Pflicht, die Herkunft pflanzlicher Fette bei Lebensmitteln zu kennzeichnen - bei anderen Produkten aber nicht. Weltweit ist Palmöl das wichtigste Öl, weil es ein Drittel des globalen Gesamtbedarfs an pflanzlichen Ölen abdeckt. Es hat eine natürliche Geschmeidigkeit, ist wärme- und oxidationsbeständig und wirkt sich positiv auf den Geschmack aus. Kein Wunder als, dass Palmöl bei Lebensmittelherstellern sehr beliebt ist. Dazu kommt, dass es ertragreich ist und wenig Fläche zum Anbau benötigt.

Betrachtet man Palmöl aber unter dem gesundheitlichen Aspekt, wird es kritisch. Mit fast 50 Prozent enthält es einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die als "schlechte Fette" gelten. Sie fördern Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einen hohen Cholesterinspiegel. Ein Boykott ist allerdings nicht sinnvoll, denn der Anbau sichert die Existenz der Bauern. Greenpeace empfiehlt, stattdessen auf Produkte mit Bio-Siegel auszuweichen - hier ist der Anbau nachhaltiger.

Verzicht auf Palmöl: Internetseiten und Apps helfen

Wer nachhaltig produziertes Palmöl kaufen will, sollte auf das EU-Siegel oder auf herstellereigene Siegel von Bio-Produkten achten. Die gibt es beispielsweise bei den Produkten von Rapunzel und Alnatura. Wer auf Palmöl verzichten will, kann Internetseiten wie Utopia oder Umweltblick zu Rate ziehen. Dort werden Alternativen aufgeführt, die allerdings oft auch etwas teurer sind. Apps wie "Codecheck" listen anhand des Strichcodes alle Inhaltsstoffe auf. sh

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15.05.2016

Seltsam, selbst Wikipedia - sonst nicht gerade neutral wenn es um Öko, Gender oder links geht - weiß: "Ölpalmen sind dreimal so ertragreich wie Raps [Anm.: braucht also nur 1/3 der Fläche die Raps benötigte] und beanspruchen für den gleichen Ertrag etwa 1/6 der Fläche von Soja.[Anm.: also sogar 6mal so ertragreich wie Soja!][5]" und " ... wird Palmöl aufgrund seiner ausgezeichneten Hitze- und Oxidationsstabilität vor allem in Asien (!) und Afrika (!) als Speisefett zum Kochen, Braten und Frittieren eingesetzt." und " ... eignet sich entsprechend gut zum Erhitzen (Braten), da darin kaum mehrfach ungesättigte Fettsäurereste gebunden sind, die sich beim Erhitzen in die physiologisch bedenklichen trans-Fettsäurereste umlagern können."Ist schon erstaunlich, daß Soja, obwohl es die 6fache Fläche verbraucht, besser sein soll als Palmöl!Und da bezieht sich der WDR auf Utopia (utopia.de) die zur "Green Lifstyle Group" [Utopia, avocadostore.de und Öko Test] gehört! Öko Test (Magazin und website; und damit auch Utopia und avocadostore) gehören zu 100% der DDVG (Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH) , die wiederum zu 100% der SPD gehört! Green Lifestyle Group und DDVG haben wahrscheinlich nur zufällig die gleiche Adresse: Deichstrasse 47, Hamburg!?Und Öko Test fiel gerade auf, weil angeblich die Firma Cavete Global Ltd., Hong Kong (100% im Besitz der DDVG, sprich SPD) und die Cavete Beijing Consulting Co. Ltd, Festland-China (zu 50% der Hong Konger Cavete Global Ltd. gehörend) ausgerechnet Öko Test in China vertreiben soll, obwohl es schon eine DDVG China GmbH (mit 70% Beteiligung der DDVG/SPD) gibt.

Wer hätte gedacht, daß die S P D die Grünen, auf ihrem ureigensten ideologischen Feld, nicht nur überholt , sondern auch noch Reibach damit macht und selbst Greenpeace mit Ernährungsmärchen abhängt!

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