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WHO-Studie
15.05.2014

Das sind die drei häufigsten Todesursachen von Jugendlichen

Der Tod vieler Jugendlicher kann verhindert werden, so der Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Foto: Marcus Führer/dpa

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt in einer Studie, was junge Menschen sterben. Das sind die häufigsten Auslöser für den Tod Jugendlicher.

Jährlich sterben hunderttausende Jugendliche laut Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die meisten Todesfälle könnten verhindert werden. Oftmals wird vermutet, dass Jugendliche weniger mit gesundheitlichen Risiken - mit Ausnahme von der verfrühten Schwangerschaften - konfrontiert seien. Aber das Gegenteil ist der Fall: Jugendliche bräuchten spezielle gesundheitliche Betreuung.

Durch gezielte Hilfen und Vorbeugung kann den Jugendlichen geholfen werden, so der WHO-Bericht. 2012 sind laut Bericht 1,3 Millionen junge Menschen im Alter von zehn und 19 Jahren gestorben. Meistens aus vermeidbaren Ursachen. "Die Welt hat der Gesundheit von Heranwachsenden bisher nicht die erforderliche Aufmerksamkeit gewidmet", kritisierte die stellvertretende WHO-Generaldirektorin Flavia Bustreo.

WHO: Die häufigsten Todesursachen von Jugendlichen

Die ersten drei häufigsten Todesursache bei Jugendlichen sind Verkehrsunfälle, Immunschwächekrankheiten und Selbstmord. Verkehrsunfälle sind meist Alkohol- oder Drogenmissbrauch verschuldet. Hier sterben dreimal mehr männliche Jugendliche als Mädchen. Bei den Immunschwächekrankheiten hat auch AIDS einen hohen Einfluss auf die Gesundheit von jungen Menschen. Vor allem gegen Depressionen und Ängste müsse etwas unternommen werden, da sie der Auslöser für Suizid seien. "Einige Studien zeigen, dass es bei der Hälfte aller Menschen mit psychischen Probleme die ersten Symptome bereits im Alter von etwa 14 Jahren gab", heißt es in dem WHO-Bericht.

Auch Alkoholmissbrauch, mangelnde Fitness und Übergewicht durch falsche Ernährung können lebensbedrohlich für Jugendliche enden. Die Auswirkungen eines unachtsamen Lebensstils sollten nicht unterschätzt werden, denn sie hätten "zerstörerische Folgen für ihre Gesundheit als Erwachsene", warnte die WHO-Wissenschaftlerin Jane Ferguson.

Weitere Todesursachen bei jungen Menschen sind Gewalt unter Jugendlichen, Atemwegsinfektionen und Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt. Daran starben in den letzten Jahren Mädchen und Frauen im Alter von 15 und 19 Jahren. dpa/AZ

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