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Grippe

05.02.2015

Was Sie über die aktuelle Grippewelle wissen sollten

Es ist Grippezeit in Bayern.
Bild: Anna Subbotina, fotolia

In Schulen und Kindergärten häufen sich die Grippefälle derzeit. Alle Fragen und Antworten zur aktuellen Grippewelle.

Die Nase läuft, der Hustenreiz ist groß und die Glieder schmerzen - das können Anzeichen einer nahenden Grippe sein. Nicht untypisch zu dieser Jahreszeit, denn die Grippewelle hat in Bayern gerade deutlich zugeschlagen. Seit dem 1. Januar gab es laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit 782 Influenzafälle. In der Vorwoche waren es noch 408 Fälle, vier Wochen zuvor gerade einmal 36. "Der Anstieg ist jahreszeitentypisch", sagt Claudia Schuller, Pressesprecherin vom Landesamt für Gesundheit. Viele Menschen gehen davon aus, dass Grippefälle bereits im Herbst häufig auftauchen. Das stimmt laut Schuller aber nicht: "Im Herbst hatten wir noch null Fälle. Es geht erst im Dezember los, im Januar dann richtig und im Februar sind wir eben mitten drin."

Besonders viele Fälle gibt es - wie typischerweise in den meisten Jahren - auch 2015 in Oberbayern. Von den 408 Fällen der Vorwoche stammen allein 130 aus Oberbayern.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Grippewelle.

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Wie kann man sich am besten vor einer Grippe schützen?

Man sollte sich warm anziehen - denn die körpereigene Abwehr wird geschwächt, wenn man friert. Gleichzeitig sollte man aber die Räume gut lüften, damit die Zahl infektiöser Tröpfchen in der Raumluft gesenkt wird. Zudem sollte der direkte Kontakt zu möglicherweise erkrankten Menschen vermieden werden. Wichtig ist, die Hände oft und gründlich zu waschen. Und vor allem: Nicht mit den Händen ins Gesicht fassen. Denn Grippeviren greifen die Schleimhäute an. Über Nase und Augen können sie leicht in den Körper gelangen. Außerdem hilft es, viel zu trinken - am besten Wasser und Tee.

Ist eine Impfung jetzt noch sinnvoll?

Eine Impfung lohnt sich laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit auch im Februar noch. "Allerdings hätte man es natürlich am besten schon erledigt", sagt Claudia Schuller. Denn eine Impfung ist am sinnvollsten kurz vor oder zu Beginn der Grippesaison, also bereits im Oktober oder November.

Wer sollte sich gegen eine Grippe impfen lassen?

Besonders Risikogruppen - also Kindern, älteren Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranken, Schwangeren und medizinischem Personal - wird eine Impfung empfohlen.

Und wenn es einen erwischt hat?

Der Erkrankte sollte umgehend zum Arzt gehen, denn eine Grippe kann gefährlich werden. Viel trinken und Hausmittel wie etwa Wadenwickel gegen Fieber helfen auch. Antibiotika sind nutzlos - denn die Grippeerreger sind Viren, keine Bakterien.

Wie stark fällt die Grippewelle in dieser Saison aus?

Insgesamt fällt die Welle in diesem Jahr deutlich stärker aus als in der vorherigen Saison. Das ist laut Claudia Schuller auch typisch: "Wir haben häufig ein starkes Jahr, dann ein schwaches und wieder ein starkes." Der bisherige Verlauf der Grippesaison sei mit 2012/2013 zu vergleichen.

Wie lange dauert die Grippewelle?

Wie lange eine Grippewelle dauert, ist nicht ganz vorhersagbar. Typischerweise ist die Grippewelle aber im April beendet.

Schützt eine Impfung in jedem Fall?

Nein, einen hundertprozentigen Schutz vor Grippe gibt es nicht. Es kann auch bei Geimpften zu einer Influenza-Erkrankung kommen, in der Regel aber mit milderem Verlauf. Zu einer Erkrankung kann es auch kommen, wenn sich jemand kurz vor der Impfung angesteckt hat oder der Impfschutz noch nicht vollständig aufgebaut wurde.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

In den ersten drei Tagen können Müdigkeit, Übelkeit, Frösteln oder Muskelschmerzen auftreten. Häufig sind auch ein allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber, Appetitlosigkeit sowie Kopf- und Muskelschmerzen. Nach ein bis drei Tagen klingen die Symptome aber in der Regel wieder ab.

Wie setzt sich der Grippeimpfstoff zusammen?

Der saisonale Impfstoff setzt sich jedes Jahr aus Bestandteilen der aktuell weltweit zirkulierenden drei Influenza-Virusstämme zusammen.

Brauche ich nach der Impfung im vergangenen Jahr trotzdem eine neue?

Ja, da die Schutzwirkung vermutlich nur eine Saison anhält.

Hilft ein Schal bei Halsweh? Oder ist er sogar kontraproduktiv? Da gehen die Meinungen der Mediziner auseinander. Die Kontra-Schal-Fraktion sagt: Bei Schwellung und Entzündung hilft es viel mehr, den Hals zu kühlen, zum Beispiel mit einem Quarkwickel.
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