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Gefährliche Hundebisse

21.04.2015

Wegen Tollwut werden streunende Hunde auf Bali getötet

Ein junger Straßenhund wird auf Bali gegen Tollwut geimpft. Mit einer Massenimpfung will man der Krankheit begegnen - und eine Debatte um die alternative Tötung der Tiere vermeiden.
Bild: Made Nagi (dpa)

Bali ist eine Ferieninsel. Touristen fallen dort die vielen streunenden Hunde auf. Weil diese durch ihre Bisse Tollwut übertragen, werden sie von den Behörden vor Ort gejagt.

Auf der indonesischen Touristeninsel Bali gibt es überall streunende Hunde. Das gefährliche an ihnen: Durch Hundebisse verbreitet sich seit 2008 die Tollwut auf der Insel. Zunächst wurden die Tiere geduldet. Dann biss ein Hund im Januar ein zehnjähriges Mädchen aus Australien. Seitdem machen die Behörden Jagd auf die Streuner. Jetzt hat außerdem eine Impfkampagne gegen Tollwut begonnen.

Tollwut: Regierung reagiert mit Jagd und Impfkampagne

Nach dem Vorfall im Januar seien die Hunde über Nacht vom Strand verschwunden, erinnert sich Janice Girardi, Gründerin der Tierschutzorganisation BAWA auf Bali. Da sich die Tollwut auf der Insel ausbreitet, soll Gouverneur Made Mangku Pastika gesagt haben: " Wenn Sie einen streunenden Hund sehen, töten Sie ihn." Das bereitet Girardi Sorgen. Denn diese Aufforderung schüre die Panik vor Tollwut in der Gesellschaft.

Am Freitag ist eine Alternative zur Massentötung von Hunden auf Bali gestartet. Die Impfung gegen Tollwut soll möglichst viele streunende Vierbeiner erreichen. 110 Teams haben sich auf den Weg gemacht, in allen Regionen der Insel die Impfung gegen Tollwut bei allen auffindbaren Hunden einzusetzen. Die Impfkampagne ist bereits die sechste seit 2008. Insgesamt ist die Zahl der Tollwut-Todesopfer auf Bali in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. dpa/sh

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