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Welt-Alzheimer-Bericht
26.08.2015

Zahl der Demenz-Kranken könnte sich bis 2050 verdreifachen

Die Zahl der Demenz-Patienten könnte sich einer Studie zufolge bis 2050 auf weltweit 132 Millionen beinahe verdreifachen.
Foto: Felix Kästle (dpa)

An Demenz leiden aktuell rund 47 Millionen Menschen auf der Welt. Das klingt viel - aber: Diese Zahl könnte sich bis 2050 fast verdreifachen.

Derzeit leiden weltweit rund 47 Millionen Menschen an einer Demenz, also einem nachlassenden Denk- und Erinnerungsvermögen. Die Hälfte der Patienten hat Alzheimer.

Die Zahl der Demenz-Patienten könnte sich einer Studie zufolge bis 2050 auf weltweit 132 Millionen beinahe verdreifachen. Allein in diesem Jahr werde es rund zehn Millionen neue Fälle geben, heißt es im am Dienstag veröffentlichten Welt-Alzheimer-Bericht des Dachverbandes Alzheimer's Disease International. Der Verband verweist auf die wachsende Zahl älterer Menschen - das Demenz-Risiko steigt mit dem Alter stark an.

Derzeit leben dem Bericht zufolge weltweit 900 Millionen Menschen, die 60 Jahre oder älter sind. In den kommenden 35 Jahren wird diese Gruppe in wohlhabenden Ländern um 65 Prozent wachsen, in Ländern mit niedrigeren Einkommen um 185 Prozent und in armen Ländern um 239 Prozent. Unter einer Form der Demenz leiden in der Gruppe der 60- bis 64-Jährigen weniger als vier von 1000 Menschen. Ab 90 Jahren sind es bereits 105 von 1000.

Demenz-Erkrankungen kosten jedes Jahr 700 Milliarden Euro

Der Welt-Alzheimer-Bericht beziffert die in diesem Jahr durch Demenz-Erkrankungen verursachten Kosten auf mehr als 700 Milliarden Euro - ein Zuwachs um mehr als 35 Prozent in den vergangenen fünf Jahren.

Vergangene Woche hatten Wissenschaftler in einer Studie erklärt, in einigen wohlhabenden Ländern habe sich die Zahl der Demenz-Patienten womöglich stabilisiert. Laut der im Fachmagazin "The Lancet Neurology" veröffentlichten Studie blieb in Großbritannien, Schweden, Spanien und in den Niederlanden der Anteil der Bevölkerung mit Demenz in zwei Vergleichszeiträumen nahezu gleich. Die Autoren der Studie führten dies auf bessere Lebensbedingungen und bessere Vorsorgemaßnahmen zurück. Experten kritisierten die Studie aber als wenig aussagekräftig. afp

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