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Weltbevölkerungsbericht

17.06.2019

Weltbevölkerung könnte 2100 mit 11 Milliarden Höhepunkt erreichen

Die Zahl der Menschen nimmt weiterhin zu. Im neuen UN-Bevölkerungsbericht haben Experten jedoch ihre Schätzung für das weltweite Bevölkerungswachstum leicht nach unten korrigiert.
Bild: Channi Anand/AP, dpa (Symbolbild)

Der Weltbevölkerungsbericht zeigt: Die Zahl der Menschen auf der Welt wächst weiterhin. Geburtenraten nehmen in vielen Ländern ab, das Durchschnittsalter steigt.

Die Weltbevölkerung könnte um das Jahr 2100 einer Schätzung der Vereinten Nationen zufolge mit fast 11 Milliarden Menschen ihren Höhepunkt erreichen. Bis 2050 werde die Zahl der Menschen auf der Erde zunächst von derzeit 7,7 Milliarden auf 9,7 Milliarden anwachsen, hieß es in dem am Montag in New York veröffentlichten Bericht. 2017 waren die UN noch von rund 11,2 Milliarden Menschen 2100 ausgegangen, diese Prognose wurde nun allerdings aufgrund sinkender Geburtsraten in immer mehr Ländern leicht nach unten korrigiert. 

77,1 Jahre - Statistische Lebensdauer soll bis 2050 steigen

Mehr als die Hälfte des Bevölkerungswachstums bis 2050 werde in 9 Ländern geschehen, heißt es in dem Bericht: Indien, Nigeria, Pakistan, Kongo, Äthiopien, Tansania, Indonesien, Ägypten und den USA. Die Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara werde sich bis 2050 fast verdoppeln, in Nordamerika und Europa werde sie dagegen nur um rund zwei Prozent wachsen. Um 2027 werde Indien der Schätzung zufolge China als bevölkerungsreichstes Land überholen. 

Die weltweite Durchschnittsgeburtenrate, die zwischen 1990 und 2019 bereits von 3,2 auf 2,5 gesunken ist, werde bis 2050 weiter auf statistische 2,2 Kinder pro Frau fallen. Die statistische Lebensdauer stieg zwischen 1990 und 2019 von 64,2 Jahren auf 72,6 - und werde bis 2050 auf 77,1 klettern. In den am schwächsten entwickelten Ländern der Erde liegt die Lebenserwartung allerdings immer noch rund sieben Jahre unter dem Durchschnitt, vor allem aufgrund von Krankheiten und Kriegen.

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UN-Bericht basiert auf Schätzungen aus 235 Ländern und Regionen

Das Durchschnittsalter der Weltbevölkerung nehme unterdessen weiter zu. 2050 werde jeder sechste Mensch auf der Erde älter als 65 sein, derzeit ist es jeder elfte. In Nordamerika und Europa könnte 2050 sogar bereits jeder vierte Mensch älter als 65 sein. 2018 hatte es weltweit erstmals mehr Menschen über 65 als Kinder unter 5 gegeben. Die Zahl der Menschen über 80 wird sich dem Bericht zufolge bis 2050 etwa verdreifachen - von 143 Millionen derzeit auf 426 Millionen.

Für den Weltbevölkerungsbericht, der bereits zum 26. Mal veröffentlicht wurde, haben Experten der UN Schätzungen aus 235 Ländern und Regionen ausgewertet. (dpa)

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