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Demenz

16.02.2015

Wie moderne Technik das Leben von Demenzkranken erleichtern kann

Laborwohnung an der TU in Chemnitz: Auf der Cebit wollen die Forscher ihr Smart-Sensor-Netzwerk vorstellen, das die Pflege von Menschen mit Demenz unterstützen soll.
Bild: Hendrik Schmidt (dpa)

Schätzungen zufolge sind weltweit etwa 44 Millionen Menschen von Demenz betroffen. Mithilfe moderner Technik könnten Demenzkranke in Zukunft länger im eigenen Zuhause leben.

Die demographische Entwicklung lässt vermuten, dass die Zahl der Demenzkranken in Zukunft immer weiter ansteigt. Denn mit fortschreitendem Lebensalter wird auch eine Demenzerkrankung immer wahrscheinlicher. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft nimmt an, dass 2050 etwa drei Millionen Menschen in Deutschland an Demenz erkrankt sein werden.

Derzeit müssen Demenzkranke oft in Krankenhäusern oder Pflegeheimen betreut werden. Eine neues Hightech-System soll in Zukunft ermöglichen, dass Menschen mit Demenz länger im eigenen Zuhause bleiben können. Auf der Cebit in Hannover (16.03. - 20.03.) will die Technische Universität Chemnitz ein System auf Basis von 3-D-Sensoren vorstellen, dass Demenzkranken, Angehörigen und Pflegern hilft.

Hightech-System soll Umgang mit Demenz erleichtern

Das neue System für Demenzkranke soll ohne Kamera und Bildübertragung Patienten in der eigenen Wohnung lokalisieren und an bestimmte Dinge erinnern können. Es arbeitet von außerhalb der Wohnung und greift nicht in die Privatsphäre der dementen Menschen ein, da keine Bilder übermittelt werden. Die Daten, die durch das Smart-Sensor-Netzwerk gesammelt werden, müssen die Wohnung nicht verlassen. Ein akustisches Signal kann Patienten mit Demenz daran erinnern, wenn sie etwas vergessen haben.

Zusätzlich können die Sensoren des Hightech-Systems die Angehörigen und Pfleger eines Demenzkranken informieren. Forscherin Julia Richter erklärt, dass der Sensor sowohl den Patienten mit Demenz als auch ihren Angehörigen oder Pflegern mitteilen kann, ob die erkrankte Person ihrer persönlichen Hygiene nachkommt, sich bewegt oder genug Wasser trinkt. So soll Demezkranken möglichst lange ein selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden ermöglicht werden. dpa/sh

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