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Geschlechtsumwandlung

12.08.2015

Wie weibliche Frösche zu Froschmännchen werden

Frösche könnten durch Hormone in Gewässern aussterben, weil sich Froschweibchen dadurch zunehmend zu Männchen entwickeln.
Bild: Symbolbild: Boris Roessler (dpa)

Auf der ganzen Welt verunreinigen Hormone aus Medikamentenabfällen die Gewässer. Im Tierreich kann es deshalb zu drastischen körperlichen Umformungen kommen.

Durch Reste von Medikamenten gelangen hormonelle Substanzen in die Umwelt. Dadurch wird das Geschlecht von Lebewesen beeinflusst. Besonders drastisch sind mögliche Folgen an Fröschen erkennbar. Chinesische Forscher haben sich aufgrund früherer Studien zur Geschlechtsumwandlung bei Amphibien durch Androgene damit befasst, wie das Geschlecht vom in Ostasien verbreiteten Wasserfrosch Pelophylax nigromaculatus verändert werden kann. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt "Environmental Toxicology & Chemistry" (Nr. 34/2015)veröffentlicht.

Froschweibchen entwickeln sich zu Männchen

Das Ziel der Wissenschaftler war es, die Folgen von 5a-Dihydrotosteron (DHT), einem Androgen von Testosteron, an Fröschen zu analysieren. Dazu wurden Kaulquappen bestimmten Konzentrationen von DHT ausgesetzt, kurz bevor sie sich zu Fröschen entwickeln sollten. Bei einer Untersuchung der entwickelten Frösche konnten die Forscher dann keine Froschweibchen finden. Alle Frösche hatten männliche Geschlechtsmerkmale entwickelt. Es gab allerdings auch Froschmännchen, bei denen bestimmte Strukturen von Eierstöcken vorgefunden wurden. Das Ergebnis der Studie ist, dass Sexualhormone die natürliche Entwicklung bei Fröschen verändern und einen Rückgang von Froschweibchen auslösen. sh

Jetzt wissen Wissenschaftler: Ein bislang unbekannter Fisch ist schuld. Die Männchen bauen auf diese Art Nester, um Weibchen zu beeindrucken.
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