Newsticker
Roche erhält EU-Zulassung für sein Medikament Roactemra bei Covid-19
  1. Startseite
  2. Wissenschaft
  3. Wissenschaft: Mond entstand laut Studie bei Planeten-Unfall

Wissenschaft
06.06.2014

Mond entstand laut Studie bei Planeten-Unfall

Der Mond ist das Produkt eines Unfalls zweier Planeten.
Foto: Arno Burgi (dpa)

Der wunderschöne Mond ist das Ergebnis eines Unfalls im All. Das hat eine Studie nun bestätigt. Die Erde war auch daran beteiligt.

Es war die Kollision zweier Planeten, die den Mond laut einer Studie entstehen ließ. Forscher haben diese nicht neue Hypothese nun bestätigt. Das teilte die Universität Göttingen am Donnerstag mit. Demnach ist der Mond bei einem Crash der jungen Erde mit dem Planeten Theia entstanden.

Theorie zur Mond-Entstehung

Die deutschen Wissenschaftler erhärteten durch die Analyse von Mondgestein der "Apollo"-Missionen diese Hypothese. Forscher der Universitäten Göttingen, Köln und Münster wiesen demnach erstmals einen Unterschied im Verhältnis der Sauerstoffisotope zwischen Erde und Mond nach. Dieser bislang fehlende Nachweis galt bis dato als Widerspruch in der gängigen Theorie zur Mond-Entstehung.

Dass die Erde vor rund 4,5 Milliarden Jahren mit dem Planeten Theia zusammenstieß - davon gehen Forscher schon seit längerem aus. Der Planet Theia war ein Himmelskörper, etwa so groß wie unser Nachbarplanet Mars. Aus dieser Kollision entstand dann der Erdmond.

Mond aus Materie von Erde und Theia

Als Schwachpunkt dieser Hypothese galt allerdings, dass lange keine Unterschiede bei der Isotopen-Zusammensetzung von Erde und Mond gefunden werden konnten. Solche Unterschiede sollten aber vorhanden sein, wenn sich der Mond tatsächlich aus Materie von der Erde und von Theia gebildet hat.

Sonne: Lebenskern, Vitalität, Bewußtsein, Tagseite, Ziele, Selbstausdruck.
10 Bilder
Die Planeten und ihre Bedeutung

Nun erbrachten deutsche Forscher diesen fehlenden Nachweis durch Untersuchungen im Isotopenlabor am Geowissenschaftlichen Zentrum der Universität Göttingen. Sie analysierten Gesteinsproben, die Nasa-Astronauten der "Apollo"-Missionen zwischen 1969 und 1972 vom Mond mitgebracht hatten. Die Wissenschaftler setzten den Sauerstoff der Mondgesteine frei, reinigten ihn aufwändig und analysierten ihn in einem Gasmassenspektrometer.

Isotopen-Zusammensetzung von Mond und Erde

Dabei fanden sie erstmals eine "minimale Differenz" im Verhältnis der Sauerstoffisotope, wie der Forscher Daniel Herwartz erläuterte, der die Studie an der Universität Göttingen leitete und jetzt an der Universität Köln arbeitet. Den Wissenschaftlern zufolge kann es mit den neuen Forschungsergebnissen als nahezu gesichert gelten, dass die gigantische Planetenkollision in der Frühzeit des Sonnensystems tatsächlich stattfand.

Dass die Isotopen-Zusammensetzung von Mond und Erde dennoch so ähnlich ist, könnte laut Herwartz daran liegen, "dass beide Planeten in derselben Region entstanden sind". Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Forschungsergebnisse jetzt in der Fachzeitschrift "Science". afp/AZ

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.